Kommunale Dienstleistungen zum Bürger bringen / Ruth: „Ganz große Nachfrage blieb aus“

Verwaltung im Koffer

Das Rathaus in Kalbe: Für die Einwohner zentraler Anlaufpunkt, wenn es um Behördengänge geht. Doch der Weg ist unter Umständen weit, wenn man zum Beispiel in

Kalbe. Der oft zitierte demografische Wandel sorgt für Veränderungen, auch in Punkto kommunaler Verwaltung. Die Strukturen werden großflächiger, die Wege für den Bürger damit unter Umständen um einiges weiter.

Wie kann man also auf diese Veränderungen reagieren? Einige Kommunen, wie zum Beispiel die Stadt Wittenberg, haben daher eine Art mobiles Bürgerbüro ins Leben gerufen. In einem Koffer befindet sich nahezu alles, was man für die Sprechstunde vor Ort benötigt: Ein kleiner Computer, Scanner und Drucker sowie weiteres Zubehör. Lediglich eine Internetverbindung wird noch benötigt und schon können Behördengänge wie die Beantragung von Hundesteuer, der neue Personalausweis oder die Umzugsmeldung im Einwohnermeldeamt auch außerhalb von Rathäusern erledigt werden.

Auch in der Verwaltung der Einheitsgemeinde Kalbe hatte man sich bereits vor geraumer Zeit Gedanken darüber gemacht, wie man Verwaltungsleistungen zu den Bürgern vor Ort bringen könne, sagte Bürgermeister Karsten Ruth der Altmark-Zeitung. Allerdings habe man die Überlegungen wieder verworfen, so das Stadtoberhaupt.

Vorrangig technische Gründe nannte der Verwaltungschef dafür. „Zudem haben wir gemerkt, als es darum ging, im Zuge der Eingemeindungen die Straßennamen zu ändern, dass die ganz große Nachfrage in den einzelnen Ortschaften auch nicht besteht“, ergänzte Ruth. Auch Sprechstunden vor Ort seien in diesem Zuge angeboten worden.

Von Oliver Heymann

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