Liste liegt aus

Kalbenser Fundbüro bietet Fundfahrräder an: Versteigerung im März

Die Fundfahrräder, die aktuell von der Verwaltung gelagert werden, werden am Donnerstag, 12. März, auf dem Bauhofgelände neben dem Rathaus versteigert.
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Die Fundfahrräder, die aktuell von der Verwaltung gelagert werden, werden am Donnerstag, 12. März, auf dem Bauhofgelände neben dem Rathaus versteigert.

Kalbe – Das älteste Fahrrad steht schon seit 2012 im Lagerschuppen. Ein anderes, noch sehr neu und hochwertig aussehendes Rad hingegen erst seit kurzer Zeit. Insgesamt lagern bei der Stadt Kalbe aktuell 14 Drahtesel. Und diese sollen am Donnerstag, 12. März, öffentlich versteigert werden.

Im Kalbenser Fundbüro liegen viele verlorene Schlüssel, nach denen bisher keiner hier gesucht hat.

Ein wenig verwunderlich ist es, dass Besitzer so selten im Fundbüro, das im Kalbenser Rathaus von Beatrice Krause-Apel geführt wird, nachfragen, ob ihr Fahrrad gefunden wurde. Es gibt sogar die Möglichkeit, eine Verlustanzeige aufzugeben. In diesem Fall schreibt sich Beatrice Krause-Apel alle erforderlichen Angaben zum vermissten Gegenstand, ob nun Fahrrad, Schlüssel oder Handy, auf, und meldet sich, falls dieser bei ihr abgegeben wird. In einer Kiste liegen aktuell zwei verlorene Smartphones und ein Tablet und viele Schlüssel, teils mit auffälligen Anhängern und Schlüsselbändern. Sogar ein Autoschlüssel ist darunter. Teils liegen die Fundsachen mehrere Jahre im Rathaus. Wer im Fundbüro vorbeikommt, und beispielsweise ein Smartphone für sich beansprucht, muss belegen, dass es sich um sein Eigentum handelt. Entweder durch die Vorlage eines Kaufbelegs, oder er bringt ein passendes Netzteil mit und kann das Gerät per PIN einschalten. Generell werden die Personalien vom Ausweis aufgenommen und die Übergabe per Unterschrift bescheinigt.

Fahrräder allerdings kann die Stadt nach einem halben Jahr Lagerzeit bei einer Versteigerung anbieten, auch wenn viele der Räder schon viel länger im Lager stehen. Ab morgen liegt bei Beatrice Krause-Apel die Liste mit allen bei der Auktion angebotenen Rädern aus, Interessierte können sich hier schon einmal über Art, Größe und Farbe informieren. Zu sehen gibt es die Fahrräder aber erst am Versteigerungstag selbst ab 14 Uhr. Die Versteigerung beginnt dann eine halbe Stunde später, um 14.30 Uhr. Es gibt für die Räder einen Mindestpreis.

Wer eventuell aus Interesse auf die Liste blickt, und meint, sein eigenes vermisstes Fahrrad zu erkennen, der hat bis zum 12. März noch die Chance, es wiederzukriegen. Aber es gibt auch hier eine Beweispflicht, so Beatrice Krause-Apel: „Eine sehr gute Beschreibung ist mindestens Pflicht“. Logischerweise könnten für alte Räder meist keine Quittungen vorgelegt werden, aber für neuere sollten diese noch vorhanden sein. Eventuell existiert eine Anzeige bei der Polizei oder ein Foto, das gezeigt wird.

VON HANNA KOERDT

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