Schon mehr als 500 Unterschriften

Verkehrsberuhigung an Kalbenser Gartenstraße: Stadt prüft bereits Möglichkeiten

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Besonders zu den Abhol- und Bringzeiten parken und fahren viele Pkw an der Kita „Märchenland“. Für eine Verkehrsberuhigung wurde eine Petition gestartet, die Stadt prüft bereits Möglichkeiten.

Kalbe – Das Ziel waren 500 Unterschriften, inzwischen sind es schon mehr als 500, sagt Katrin Berndt, die Leiterin der größten Kalbenser Kindertagesstätte „Märchenland“. Das Kita-Team hatte in Absprache mit Eltern vor einigen Wochen eine Petition gestartet.

Mit dem Ziel, dass die Stadt Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Gartenstraße ergreift. Die Unterschriftensammlung wird dem Kalbenser Stadtrat offiziell am 21. November übergeben.

An der Gartenstraße gibt es bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern. Doch daran halten sich nicht alle Autofahrer. Selbst dann nicht, wenn das Verkehrsaufkommen an der Kita zu den Bring- und Abholzeiten – morgens zwischen 7.30 und 8 Uhr sowie nachmittags ab 16 Uhr – deutlich höher ist.

Durch die parkenden Autos verengt sich die Fahrbahn, Personen, die die Straße überqueren, sind dadurch schwieriger zu sehen. Anstoß für die Petition war die Beobachtung einer Erzieherin, bei der ein Junge auf seinem Fahrrad auf die Straße fuhr und ein Pkw scharf bremsen musste. Konkret gefordert werden in der Petition Bremsschwellen oder ein Fußgängerüberweg.

Inzwischen habe man die Überlegungen über Maßnahmen aber schon ausgeweitet, erklärt Katrin Berndt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Denn es gab schon Gespräche mit der Stadtverwaltung zum Thema. „Wir prüfen bereits die Möglichkeiten“, sagt auch Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, auch wenn die Petition noch nicht eingereicht und das Thema offiziell nicht zum Beschluss auf der Tagesordnung der Novembersitzung des Stadtrates stünde.

Der Anstoß sei aber schon gegeben. Laut Ruth sei ein Fußgängerüberweg beispielsweise schwieriger zu realisieren, weil dafür Zählungen der Verkehrsteilnehmer erfolgen müssen, um eine Belastung und damit die Notwendigkeit eines Zebrastreifens zu beweisen. „Wir beschäftigen uns deshalb mit verschiedenen Varianten, zum Beispiel mit einer Einbahnstraßenregelung“, erklärt der Verwaltungschef.

Ebenfalls werde geschaut, ob ein einseitiges Halte- bzw. Parkverbot sinnvoll wäre. Denn laut Katrin Berndt sei ebenso problematisch, dass die an den Straßenseiten parkenden Autos es schwierig machen, aus den Parktaschen direkt an der Kita herauszukommen. „Eine Lösung zu finden, die wirklich alles abdeckt, ist schwierig“, so Ruth.

Eine verkehrsberuhigende Maßnahme ließe sich wohl ganz unkompliziert umsetzen – wenn die Eltern, die die Petition unterstützen, auf dem nahe gelegenen Kulturhausparkplatz parken und ein paar Schritte mit ihrem Nachwuchs zum „Märchenland“ laufen.

VON HANNA KOERDT

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