Der Verkehr rollt wieder

Der älteste Anwohner, der 90-jährige Ernst Köwitsch, und eine der jüngsten Anwohnerinnen, die sechsjährige Celina Franke, gaben gestern Vormittag gemeinsam die Stendaler Straße mit dem symbolischen Scherenschnitt frei.

Kalbe - Von Conny Kaiser. Seit gestern rollt in Kalbe wieder problemlos der Verkehr. Die Stendaler Straße ist nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit – bedingt durch den harten Winter – offiziell freigegeben worden. Eine erste technische Abnahme erbrachte keine größere Beanstandung.

„Ich wünsche den Anwohnern, dass wieder Ruhe einkehrt und dass das Risiko der Beschädigung ihres Eigentums durch Unfälle abnimmt.“ Diese Worte sprach gestern morgen Bürgermeister Karsten Ruth – wenige Minuten, bevor in Kalbe der zweite Bauabschnitt der Stendaler Straße offiziell freigegeben wurde.

Seit Oktober war an dem 182 Meter langen Abschnitt, der zuvor aus Schlackepflastersteinen bestanden und bei Nässe eine ständige Gefahrenquelle dargestellt hatte, gebaut worden. Dabei waren als Auftraggeber neben dem Straßenträger, dem Landesbetrieb Bau (Niederlassung Nord), auch der Wasserverband Gardelegen und die Stadt Kalbe mit im Boot. Letztere beteiligte sich mit rund 70 000 Euro an den Nebenanlagen. Und sie hoffe nun, so Ruth, dass es nicht die letzte Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Landesbetrieb gewesen sei. Schließlich gebe es da unter anderem auch noch die desolate Schulstraße. Diese steht auf der gemeinsamen Agenda ganz oben und wird bereits beplant.

Den Anwohnern der Stendaler Straße dankten sowohl der Bürgermeister als auch Frank Weigel als zuständiger Fachgruppenleiter des Landesbetriebes für ihre Geduld. Immerhin sollte die Maßnahme schon Mitte Dezember abgeschlossen sein, doch machte der harte Winter einen Strich durch diese Rechnung. Der Verkehr musste weiterhin via Ampelregelung über die Gartenstraße umgeleitet werden.

Den symbolischen Scherenschnitt nahmen nun aber nicht etwa Ruth und Weigel oder Bauleiter Ulf Lüdecke vor, sondern der älteste Anwohner der Stendaler Straße, der 90-jährige Ernst Köwitsch, sowie eine der jüngsten Anwohnerinnen, die sechsjährige Celina Franke. Gemeinsam mit ihrer Kindergartengruppe aus dem „Märchenland“ hatte sie zuvor allen am Bau Beteiligten mit einem kleinen musikalischen Ständchen gratuliert.

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