KiföG: Herausforderungen für die Kommune / Elternbeiträge anpassen

Unverdienter Lorbeerkranz

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Vor knapp einem halben Jahr trat in Sachsen-Anhalt die Novelle des Kinderförderungsgesetzes in Kraft und damit auch der ganztägige Betreuungsanspruch. Eine vor allem finanzielle Herausforderung für viele Kommunen.

Kalbe. Im August des vergangenen Jahres trat die Novelle des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) und damit verbunden der Ganztagsanspruch aller Kinder für eine Betreuung in einer Tagesstätte in Kraft. Ein Gesetz, das vor allem die Kommunen vor Herausforderungen stellt.

Das Land setze sich einen Lorbeerkranz für das Gesetz auf, meint Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. „Die Finanzierung müssen jedoch die Kommunen ausbaden“, sagte Ruth gestern der Altmark-Zeitung auf Nachfrage. Auch die Einheitsgemeinde musste sich auf Veränderungen einstellen. Da sich die Anzahl der Betreuungsstunden in den Einrichtungen der Stadt verändert hat, musste die Verwaltung reagieren, ergänzte Ruth: „Vor allem im personellen Bereich mussten wir aktiv werden.“

Ein weiterer Punkt, mit dem sich die Kommune in diesem Jahr wohl noch auseinandersetzen muss, ist die Anpassung der Elternbeiträge. Allerdings geht das Stadtoberhaupt davon aus, das dies nicht mehr in diesem Quartal erfolgen werde. Derzeit sei man in der Verwaltung dabei, das vergangene Jahr auszuwerten, um eine fundierte Kalkulation aufstellen zu können. Auch schaue man sich derzeit in Bezug auf die Bewertung des kommunalen Vermögens für die Einführung der Doppik die Kindertagesstätten auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde genauer an.

Von Oliver Heymann

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