Kalbenser LEADER-Projekte auf LAG-Prioritätenliste auf Plätzen 26/27 – nur die ersten 20 sind 2017 finanzierbar

Umsetzung dieses Jahr nicht sicher

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Die Mehrzweckhalle in Brunau steht als Maßnahme im diesjährigen Investitionsplan. Die Heizungsanlage und die Fensterfront müssen erneuert werden. Dies könnte über LEADER gefördert werden. Nur die ersten 20 Maßnahmen auf der LEADER-Prioritätenliste können finanziert werden, die Halle steht auf Platz 27.

Brunau/Kalbe. Zwei LEADER-Maßnahmen sind Teil des – vom Stadtrat noch nicht bewilligten – Investitionsplans: der Küchentrakt des Kalbenser Kulturhauses und die Mehrzweckhalle in Brunau.

Doch ob die Projekte in diesem Jahr umgesetzt werden können, ist noch nicht sicher, denn sie stehen auf Platz 26 und 27 der Prioritätenliste der LAG Mittlere Altmark.

„Die Ausfinanzierung der Projekte reicht nur bis Platz 20“, sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Hoffnung darauf, dass die Vorhaben aber doch umgesetzt werden könnten, gibt es aber. Denn laut Ruth, der selbst Mitglied des LAG-Vorstandes ist, gebe es erfahrungsgemäß Projekte, die, auch wenn sie auf den vorderen Plätzen sind, wegbrechen und man so noch in die Top-20 nachrücke. Generell gebe es aber „keine Fördersicherheit“, erklärt Ruth. Falls die Projekte nicht umgesetzt werden können, muss politisch entschieden werden, ob man sie in das kommende Jahr weiterreicht. Allerdings sind für 2018 bereits andere LEADER-Projekte der Einheitsgemeinde geplant. Eine andere Möglichkeit wäre, die Maßnahmen ohne eine Förderung umzusetzen. Über das EU-Programm LEADER würde es eine 75-prozentige Förderung geben. Somit würde die Kommune bei einer Gesamtsumme von 100 000 Euro für die Kulturhaus-Küche nur 25 000 Euro zahlen und für die Mehrzweckhalle Brunau würden die Eigenmittel 19 000 Euro betragen, bei einer Gesamtsumme von 75 000 Euro.

Für die Mehrzweckhalle Brunau gebe es noch eine andere Fördermöglichkeit: Stark V. Denn die Halle wird auch für den Schulsport genutzt, wodurch sie grundsätzlich förderfähig ist. Über Stark V gibt es sogar eine 100-prozentige Förderung. Der Haken: Die Nachhaltigkeit muss über einen Zeitraum von 15 Jahren erwiesen sein. Momentan ist das am Grundschulstandort Brunau nicht der Fall.

Von Hanna Koerdt

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