Beeser Umfluterbrücke soll ab Sommer gebaut werden / Weiträumige Umleitung nicht sinnvoll

Umleitung über Hagenau?

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Die Beeser Umfluterbrücke soll erneuert werden. Vorausgesetzt alle Genehmigungen kommen, sollen die Bauarbeiten im Sommer starten. Eine Umleitung wird über Hagenau geplant.

Beese/Hagenau. Noch steht es nicht ganz fest – es müssen noch Grundwasserbeprobungen stattfinden und es fehlen noch erforderliche Genehmigungen, sagt Manfred Krüger, Leiter der Landesstraßenbaubehörde Nord in Stendal.

Aber wenn alles klappt, beginnen im Juni oder Juli in Beese Bauarbeiten – die Umfluterbrücke, über die die Landesstraße 15 führt, soll neu gebaut werden. Sie ist schon seit langem wegen ihres schlechten Zustandes eingeengt und nur einseitig befahrbar. 

Mehrere Monate lang wird die Brücke gebaut werden. Und zwar unter Vollsperrung. Für Autofahrer bedeutet dies, Umleitungen in Kauf zu nehmen. Überlegt wurde erst eine Umleitung von etwa 30 Kilometern Länge. Doch dies sei mittlerweile vom Tisch. „Eine großräumige Umleitung wurde von der Kommune abgelehnt“, so Krüger. Der Grund: Viele Fahrer, gerade die, die sich in der Region auskennen, würden nicht die dann ausgewiesene Umleitungsstrecke fahren, sondern abkürzen. Und diese Abkürzung würde sie über Hagenau und Biesenthal führen. 

Wenn dort durch den vermehrten Verkehr Straßenschäden entstehen, kommt hinterher keiner dafür auf – weil der Weg nicht als ausgewiesene Umleitungsstrecke eingeplant wurde. Problematisch war dies schon 2015, als die Brücke zwischen Kalbe und Bühne neu gebaut wurde. Statt die eigentliche Umleitung über Altmersleben, Kahrstedt, Vietzen und Güssefeld zu fahren, fuhren Auto- und Lastwagenfahrer durch Vahrholz und dort einen ländlichen Weg in Richtung Altmersleben, der 2012 mit Fördermitteln und Geld der Gemeinde erneuert worden war. Um dem Einhalt zu gebieten, wurden vermehrt Polizeikontrollen gemacht. Und davon waren auch Einwohner der Dörfer betroffen. Die Geschichte würde sich wohl im jetzigen Fall wiederholen. „Deshalb schauen wir, dass wir die kürzesten Wege nehmen“, so Krüger. Allerdings muss erst auch noch geklärt werden, ob und inwiefern beispielsweise der Straßenkörper und erwartete Verkehr in Hagenau „so in den Griff zu bekommen“ ist, erklärt Krüger, dass die Umleitung für alle Beteiligten möglichst unproblematisch verläuft.

Vorab soll es eine Einwohnerversammlung in einem der betroffenen Orte geben, in der über Zeit, Umfang etc. informiert wird. Falls die Genehmigungen allerdings zu spät kommen, wird alles erst im nächsten Jahr stattfinden.

Von Hanna Koerdt

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