Ulrich Schmidt soll Ehrenbürger werden

Das freut nicht nur Rotkäppchens Großmutter: Ulrich Schmidt, hier bei seinen Arbeiten für die Kalbenser Märchenweihnacht, soll in der kommenden Woche zum Ehrenbürger der Stadt Kalbe ernannt werden.

Kalbe - Von Conny Kaiser. „Die Stadt liegt mir am Herzen“, hat Ulrich Schmidt einmal aus Anlass seines 70. Geburtstages gesagt. Dass dies nicht nur leere Worte waren, hat er vorher und hinterher immer wieder bewiesen. Nun will sich die Stadt bei ihm bedanken. Auf sehr besondere Weise.

Wohin man auch schaut: Überall in Kalbe, aber auch in umliegenden Ortschaften finden sich Bilder und Schriften, die dieser Mann geschaffen hat. Viele seiner Werke hat Ulrich Schmidt unentgeltlich beziehungsweise nur für den Materialkosten-Preis entstehen lassen. Nun gilt es, ihm einmal dafür Dankeschön zu sagen.

Die Stadt plant, den Kalbenser, der im September seinen 74. Geburtstag feiert, zum Ehrenbürger zu machen – und würde damit ein Novum schaffen. Denn in den vergangenen Jahrzehnten ist keinem Kalbenser diese Ehre zuteil geworden. Wenn sie allerdings jemand verdient hat, dann wohl Ulrich Schmidt. „Weil er in der Vergangenheit immer wieder zum Wohle der Stadt, aber auch der Umland-Dörfer gewirkt hat“, so Bürgermeister Karsten Ruth, nach dessen Angaben die Idee zur Verleihung der Ehrenbürger-Würde im Rathaus, also ohne einen Anstoß von draußen, gereift sei. Er, Ruth, habe bereits mit Ulrich Schmidt über die Pläne der Stadt gesprochen.

Immerhin soll der feierliche Akt schon in der kommenden Woche, am Donnerstag, 19. August, erfolgen. Dann nämlich trifft sich der Stadtrat zu seiner nächsten Sitzung. Und in deren Rahmen steht der Beschluss zur Verleihung der Ehrenbürger-Würde auf der Tagesordnung.

Es handele sich laut Bürgermeister um einen Akt mit symbolischem Charakter. Den Wegfall der Steuerpflicht oder andere finanzielle Vergünstigungen würde dieser nicht mit sich bringen. Es gehe einfach darum, einmal das riesige ehrenamtliche Engagement, das Ulrich Schmidt für seine Heimatstadt und -region an den Tag lege, zu würdigen.

Die Liste seiner Arbeiten ist ellenlang. Schon an den Ortseingängen der Stadt stößt jeder unweigerlich auf sein Werk. Denn Schmidt hat für den staatlich anerkannten Erholungsort die Willkommens-Tafeln gestaltet, hat Besonderheiten wie den Goliath oder die Wachhaus-Ausstellungen mittels entsprechender Hinweistafeln herausgestellt, hat in der Grundschule und in Dorfgemeinschafts- beziehungsweise Gemeindehäusern des Umlandes riesige Wandbilder geschaffen. Immer wieder gestaltet er, wenn besondere Aktionen wie die Märchenweihnacht anstehen, besondere Dekorationen und hat in diversen Kindereinrichtungen Fenster und Fassaden künstlerisch verziert. Inzwischen gibt es seinerseits auch schon Ideen, wie sich das Kalbenser Rathaus nach dessen Sanierung innen dekorieren ließe. Und zwar so, dass sich auch die neu hinzugekommenen Ortschaften darin wiederfänden.

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