Neubau wird vom Land doch noch gefördert

1,065 Millionen Euro für Kalbes Gerätehaus

Das alte Feuerwehr-Gerätehaus in Kalbe.
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Das alte Feuerwehr-Gerätehaus in Kalbe hat bald ausgedient. Ein neues wird an der Feldstraße gebaut.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Der Bau eines neuen Gerätehauses in Kalbe wird vom Land Sachsen-Anhalt finanziell gefördert. Das teilt das Innenministerium auf Anfrage der AZ mit.

Kalbe – Wie das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt mitteilt, erhält die Stadt Kalbe für den Neubau 1,065 Millionen Euro. Dies entspricht dem Betrag, den die Stadt beantragt hat – die Summe orientiert sich an der Anzahl der Stellplätze. Insgesamt wird die Baumaßnahme voraussichtlich mindestens 3,2 Millionen Euro kosten. Entstehen soll ein modernes Gerätehaus mit sieben Stellflächen auf einem Areal An der Feldstraße.

Mit der jetzigen Förderzusage endet eine wahre Förderungs-Achterbahnfahrt, die offiziell 2018 mit dem Besuch des damaligen Innenministers Holger Stahlknecht in Kalbe begann. Eine kurzfristig wegen frei gewordener Mittel vom Land im Februar 2019 in Aussicht gestellte Förderung musste die Stadt absagen, da die Voraussetzung, das Gerätehaus binnen zehn Monaten bis zum Ende 2019 zu bauen, nicht leistbar war – was das Innenministerium dann auch eingeräumt hatte. Ein Fördermittelantrag 2020/21 konnte nicht positiv beschieden werden – keine Landes-Haushaltsmittel frei – und im Februar dieses Jahres teilte das Innenministerium mit, dass eine Förderung von Gerätehäusern vom Land Sachsen-Anhalt 2022/23 nicht vorgesehen sei. Nach einem diesbezüglichen Kurswechsel in Magdeburg konnte der Antrag aus Kalbe nun aber doch berücksichtigt werden. „Ich bin froh und dankbar, dass dieser mühevolle Weg zum Erfolg geführt hat, und bedanke mich bei allen, die sich in den Prozess mit eingebracht haben“, erklärt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage der AZ. Der Bescheid sei, sobald er vorliegt, der Startschuss für das Projekt. Eine Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn liegt vor, mit den vorbereitenden Maßnahmen soll dieses Jahr begonnen werden. Die planerischen Leistungen werden nun europaweit ausgeschrieben, nach deren Vergabe wird die Baugenehmigung beantragt, wobei der Altmarkkreis Salzwedel schon schriftlich signalisiert hat, dass nach aktuellem Stand einer Genehmigung nichts im Weg stehe. Die Stadt gehe deshalb nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass der Bau bis Ende 2022 realisiert wird.

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