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Energiekrise: In Kalbe brennt noch Licht

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Von: Stefan Schmidt

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Schild an Heizung
Im Kalbenser Rathaus wird seit Jahren auf Energiesparen gesetzt. © Lea Weisbach

In der Einheitsgemeinde Kalbe gibt es noch keine konkreten Folgen der gestiegenen Energiepreise.

Kalbe – Die Energiepreise steigen. Das merkt jeder Privathaushalt. Das spüren aber auch die Kommunen. Und so, wie jeder Hausbesitzer oder auch Mieter überlegt, wo er gegebenenfalls Strom und Gas einsparen kann, tut dies auch Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. „Natürlich machen wir uns Gedanken, wie wir weniger Energie verbrauchen können“, sagt er auf Anfrage der Altmark-Zeitung. Karsten Ruth erklärt aber auch: „Konkrete Einschränkungen gibt es derzeit nicht und sind auch nicht geplant.“

Soll heißen: In den Kindereinrichtungen fließt weiterhin das Wasser aus den Hähnen, in den Sporthallen kann nach wie vor geduscht werden – auch mit warmem Wasser. Und wo andere Kommunen jetzt schon die Raumtemperaturen senken, ist dies in der Einheitsgemeinde Kalbe ebenfalls noch kein Thema. Gleichwohl schaue man natürlich mehr als vorher darauf, wo unnötiger Energieverbrauch verhindert werden kann. Wo angesichts der derzeitigen sommerlichen Temperaturen ein Beheizen von Räumen auch nicht wirklich nötig ist.

Einen weiteren Aspekt bringt Kalbes Bürgermeister ins Spiel: Die Kostenersparnisse der vergangenen zwei Jahre. Denn wegen der Corona-Einschränkungen waren teilweise über Monate hinweg die Kitas, die Grundschulen, die Horte und auch die Dorfgemeinschaftshäuser geschlossen. Und wenn niemand da ist und es auch keine Versammlungen gibt, dann braucht auch nicht zusätzlich geheizt werden. Zumal es in der Einheitsgemeinde Kalbe noch einige Dorfgemeinschaftshäuser gibt, berichtet Karsten Ruth, die mit Kohle und Holz beheizt werden. Da ist man dann gezwungenermaßen unabhängig vom Gaspreis.

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