Kalbes Ortsfeuerwehr fuhr 4300 Kilometer für 47 Einsätze

Tagsüber herrscht Mangel an Aktiven

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Kalbes Ortsfeuerwehr hat inklusive der Löschgruppen 75 Aktive. Das Problem ist, dass die meisten von ihnen tagsüber, wenn ein Großteil der Einsätze passiert, gar nicht in der Nähe sind.

Kalbe. Jedes sechste aktive Mitglied einer Feuerwehr im Bereich der Einheitsgemeinde Kalbe ist Mitglied der Kalbenser Ortsfeuerwehr. Das listete Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff während der Jahreshauptversammlung auf.

Demnach hat Kalbes Ortswehr 75 Aktive, inklusive der drei Löschgruppen Bühne, Karritz/Neuendorf am Damm sowie Vahrholz. Die Zahl 75 klinge auf den ersten Blick positiv. Aber es gebe trotzdem ein Problem. Denn laut Rulff sind nur 14 Einsatzkräfte tagsüber in der Lage auszurücken. Viele der Aktiven arbeiten außerhalb und sind werktags in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr oft gar nicht vor Ort. „Das ist die Kehrseite der Medaille“, erklärte Ramón Rulff dazu. Die Zahl variiere, erläuterte der Ortswehrleiter. „Mal können wir auf 20 Personen zurückgreifen, an anderen Tagen sind es nur sechs. “.

Dabei ist es gerade tagsüber wichtig, einsatzbereit zu sein, Denn mehr als zwei Drittel aller Einsätze der Kalbenser Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr fand tagsüber statt. Konkret: Von 47 Alarmierungen fanden genau 32 in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr statt, wenn besonders wenige Feuerwehrleute helfen können.

Bei den 47 Einsätzen der Kalbenser Ortsfeuerwehr im abgelaufenen Jahr waren zusammengerechnet 452 Einsatzkräfte vor Ort, im Durchschnitt also knapp zehn Feuerwehrleute pro Einsatz. Und: Nach Berechnungen des Ortswehrleiters ist die Kalbenser Ortsfeuerwehr im Jahr 2017 rund 4300 Kilometer unterwegs gewesen, sobald die Sirenen geheult haben.

Von Stefan Schmidt

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