Sturmtief verursachte Schäden in Kalbe

Baum auf Friedhof in Schieflage

Baum auf dem Friedhof in Kalbe steht durch das Sturmtief Klaus schief
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Auf dem Friedhof in Kalbe wurde durch das Sturmtief „Klaus“ ein Baum umgerissen, der sich in einer anderen Baumkrone verhedderte.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Sturmtief „Klaus“ sorgte in der Einheitsgemeinde Kalbe nicht nur auf Straßen für Sturmschäden. Sogar ein Fenster flog durch die Windstärke aus seiner Verankerung.

Kalbe/Brunau/Plathe – Am Donnerstag rollte durch den Sturm ein Kinderplanschbecken durch die Kalbenser Innenstadt, berichtete gestern ein Einwohner der AZ. Es gab aber auch noch einige andere Sturmschäden, die nicht ganz so einen harmlosen Eindruck hinterließen.

Zum Beispiel wurde dem Ordnungsamt in Kalbe gemeldet, dass ein Fenster des Mehrzwecksaals auf der Vorderseite des Kulturhauses, gleich neben dem Eingang, sich offenbar durch den drückenden Wind gelöst und kaputt gegangen war. Das Fenster wurde vorerst provisorisch abgedeckt.

Am Friedhof in Kalbe kippte ein äußerlich gesund erscheinender Baum, nahe der Umfriedung zur Feldstraße. Glücklicherweise stürzte dieser nicht auf die daneben stehenden Grabstätten, sondern kippte in Richtung eines benachbarten Baumes und verkeilte sich in dessen Krone. Der Bereich um den schräg stehenden Baum wurde vom Bauhof abgesperrt. Er sollte möglichst gestern noch von einer Fachfirma beseitigt werden, erklärte vor Ort Kalbes Bauhofleiter Sebastian Schulz, „aber die Mitarbeiter sind heute viel unterwegs“, so Schulz.

Unter anderem wurde an der Kreisstraße zwischen Brunau und Plathe gearbeitet. Dort stürzte am Donnerstag ein Baum auf die Fahrbahn. Generell ist der Zustand vieler Bäume in dem Bereich nicht gut, es liegen etliche Stämme unterschiedlicher Größe am Boden. Zum Räumen bzw. Sichern war zunächst die Feuerwehr in Brunau vor Ort, die um 15.27 Uhr alarmiert wurde. Die Kameraden wurden dann aber zum Schutz vor Gefahren von Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth zurückgerufen. „Die akuten Windverhältnisse und der bekannte Zustand des Baumbestandes ließen keinen weiteren Einsatz der Feuerwehrleute ohne eine erhebliche Selbstgefährdung zu“, erklärt Ruth auf Nachfrage der AZ. Die Straße musste deshalb zeitweilig gesperrt werden – „Das war hier das einzig verantwortbare Mittel“, sagt Kalbes Bürgermeister. Am Freitag war eine Fachfirma vor Ort, um zusätzlich fünf Bäume zu fällen, von denen ein großes Risiko für den Straßenverkehr ausging.

Gemeldet wurden am Donnerstag zwischen 13 und 18 Uhr noch umgekippte Bäume bzw. Äste zwischen Kakerbeck und Brüchau sowie Altmersleben und Kalbe. Außerdem fiel rund um die Median Klinik viel Totholz aus den Kronen.

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