Erneut vorsätzliche Brandstiftung?

Stroh in Scheune brannte: Kalbes Feuerwehren rückten nach Faulenhorst aus

In einer Scheune in Faulenhorst hat Stroh gebrannt.
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In einer Scheune in Faulenhorst hat Stroh gebrannt.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Nur knapp eine Woche nach dem ersten großen Löscheinsatz in Winkelstedt, rückten in der Nacht von Montag zu Dienstag die Einsatzkräfte mehrerer Ortsfeuerwehren und Löschgruppen zu einem Brand in Faulenhorst aus.

Faulenhorst – Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Vor Ort berichteten die Einwohner, dass in den Tagen zuvor versucht worden sei, in die Scheune einzubrechen.

Der Sohn des Eigentümers des Drei-Seiten-Hofes bemerkte als Erster die Rauchentwicklung, nachdem er einen lauten Knall gehört hatte. Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgte um 0.30 Uhr, erklärt Einsatzleiter und Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff. Der Leitstelle gemeldet wurde ein Feuer der Brandstufe C, „die größtmögliche Brandstufe“, sagt Rulff. Weiter hieß es in der Meldung, es würden mehrere Scheunen eines Drei-Seiten-Hofes brennen und Personen in Gefahr sein, weshalb auch die Rettungskräfte aus Karritz zum Einsatzort kamen. Glücklicherweise hatten sich alle Personen, die auf dem Hof wohnen, nach draußen begeben und waren außer Gefahr. Es brannte Heu in einem Teil einer Scheune, in der auch landwirtschaftliche Technik und anderer Hausrat gelagert werden.

Im Einsatz waren 15 Fahrzeuge und 72 Einsatzkräfte aus der Wehren und Löschgruppen aus Kalbe, Kakerbeck, Wernstedt, Engersen, Winkelstedt, Badel und Karritz. Um das Übergreifen des Feuers auf die anliegenden Gebäudeteile sowie die Technik zu verhindern, wurde ein Innen- und Außen-Angriff gemacht. Heißt: Unter schwerem Atemschutz löschten Einsatzkräfte im Inneren der Scheune das Feuer und von draußen wurde sowohl von der Drehleiter aus, als auch vom Boden aus, das Dach der Scheune gekühlt. Bedenklich erschien zunächst die Wasserversorgung, denn in Faulenhorst gibt es nur eine Trinkwasserleitung mit zwei Hydranten sowie einen kleineren Feuerlöschteich eines abseits gelegenen Agrarbetriebes. „Die Wasserversorgung im Bereich Faulenhorst, Wustrewe und Winkelstedt“, sagt Ramón Rulff.

Die Einsatzkräfte überlegten vor Ort erst noch, ob es Lange-Wege-Strecke bis nach Wernstedt gelegt werden müsse, aber stattdessen wurde mit Tanklöschfahrzeugen ein Pendelverkehr zwischen Faulenhorst und Wernstedt eingerichtet. Das Löschen hat gut funktioniert, sodass ein Übergreifen auf den Rest des Hofes und die Scheune selbst verhindert werden konnte, „dadurch ist der schaden nicht allzu groß“, sagt Ramón Rulff. Mit der Hilfe eines ortsansässigen Landwirtes wurde das Stroh aus der Scheune geholt und auf einem angrenzenden Feldweg abschließend gelöscht. Eine Brandwache war nicht notwendig, der Einsatz wurde um 5.15 Uhr beendet, „wir haben die Einsatzstelle dann der Polizei übergeben, erklärt Ramón Rulff. Zeugen sollen sich bei der Polizei in Salzwedel unter Tel. (0 39 01) 84 80 melden. Fotos vom Feuerwehreinsatz finden Sie hier.

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