Angler haben Aussichtsplattform auf Burggraben gesperrt

Steg nicht betretbar

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Da die Stadt es in zwei Monaten versäumt hat, hat Kay Grahmann, selbst Rats- und außerdem Angelvereinsmitglied, nun einfach selbst den großen Steg auf dem Burggraben gesperrt.

mb Kalbe. Schon im Mai bat Stadtrat Kay Grahmann das Gremium darum, den großen Steg auf dem Burggraben, der von jedem betreten werden darf, vorerst zu sperren.

Denn Angelsportler Ulf Radtke habe den Steg, als der Burggraben in diesem Winter zugefroren war, von unten in Augenschein genommen und einen richtigen Schreck bekommen, wie stark vermorscht die tragenden Holzbalken des Stegs seien.

Man befürchtete Gefahr in Verzug. Das Anliegen wurde ins Protokoll aufgenommen und die Stadt sollte sich kümmern. Passiert ist allerdings nichts – seit fast zwei Monaten kein Sperrband zu sehen. Statt darauf zu warten, dass sich von offizieller Seite etwas rührt, haben die Angler jetzt selbst gehandelt. Seit Sonnabend ist der Steg am Kalbenser Burggraben gesperrt.

„Wir können nicht anders handeln“, erklärte Grahmann, stellvertretender Vereinsvorsitzender, als er die Absperrbänder anbrachte. Zwar ist es eine nette Aussichtsplattform, die, da sie ja öffentlich betretbar ist, von Patienten der Rehaklinik und Spaziergängern genutzt wird und auf Eigenimitative des Kalbenser Angelsportvereins vor einigen Jahren zu einem runden Jubiläum eingeweiht wurde – in Absprache mit der Verwaltung, aber man könne nicht riskieren, dass der Steg einbreche und Menschen dadurch in Gefahr geraten. Nach Möglichkeit soll der Steg aber wieder instandgesetzt werden.

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