28 in Bearbeitung, weitere 50 warten

Stadt Kalbe geht Fällen unangemeldeter Hunde nach

Kalbe – Es sind 25 Euro im Jahr. Ein vertragbarer Betrag, den Hundehalter in der Einheitsgemeinde Kalbe als Steuer für ihre Vierbeiner zahlen sollen.

Doch viele tun oder taten es bisher nicht, weshalb die Kommune Haltern bis Ende März Zeit gab, Hunde nachträglich anzumelden, ohne rechtliche Konsequenzen. 138 Nachmeldungen gab es bis Fristende. Danach meldeten sich ebenfalls noch über 20 Bürger, die nachmeldeten. Doch noch immer gibt es auch Hundehalter, die trotzdem uneinsichtig sind und wohl darauf hoffen, dass ihr Haustier nicht auffällt.

In Bearbeitung sind laut Kalbenser Ordnungsamt aktuell 28 Fälle von nicht angemeldeten Hunden, weitere 50 warten auf die Bearbeitung. Die Zahl schwankt, weil von diesen bekannten Hundehaltern beispielsweise doch immer mal wieder welche freiwillig in das Rathaus kommen, um ihre Tiere anzumelden.

Durch die Hundesteuerverweigerer gehen der Stadt, auch wenn der Jahresbetrag niedrig ist, letztlich doch viele Einnahmen verloren. Deshalb werden in Orten Stichproben bei Begehungen gemacht. Wird ein Hund auf einem Grundstück gesichtet, wird mit den städtischen Dateien abgeglichen, ob der Vierbeiner dort angemeldet ist. Doch darüber hinaus erhält die Stadt auch auf anderen Wegen Meldung über Hundehalter. Wenn Halter ihr Tier zwar nicht anmelden aber versichern, den Zahlungen allerdings nicht nachkommen, wird darüber das Ordnungsamt in Kalbe informiert. Somit erhalten die Mitarbeiter quasi auch Meldung über nicht angemeldete Hunde. Auch bekommt das Ordnungsamt Meldung vom zentralen Hunderegister Sachsen-Anhalt und bundesweit von den Ämtern anderer Kommunen, wenn Menschen und ihre Vierbeiner umziehen.

Wird ein Fall bekannt, wird der Halter angeschrieben und die Stadt gibt diesem bei einem Anhörungstermin die Möglichkeit, sich zu äußern. Wenn die Halter der Anmeldung nachkommen, verzichtet die Stadt auf Bußgelder. Bei weiterer Uneinsichtigkeit drohen zwischen 50 bis 300 Euro. „Ist die Anmeldung zwei Monate überfällig, oder fünf Jahre gehen, wir damit auch anders um“, sagt Ordnungsamtsmitarbeiter Jörg Kraberg. Zu zahlen ist bei einer verspäteten Anmeldung dann allerdings nicht nur der aktuelle Steuerbeitrag, sondern auch die Nachzahlung seit Beginn des Hundekaufs, bzw. -besitzes. „Ich finde aber, das ist ein faires Angebot“, so Kraberg.

VON HANNA KOERDT

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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