Polizeiliche Ermittlungen werden abgeschlossen

Staatsanwaltschaft übernimmt: Viermal Brandstiftung in Faulenhorst

In Faulenhorst hat es wieder gebrannt.
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In Faulenhorst hat es Anfang des Jahres viermal gebrannt.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Im Januar und März dieses Jahres brannte es viermal auf einem Drei-Seiten-Hof in Faulenhorst. Es war vorsätzliche Brandstiftung. Nun übernimmt die Staatsanwaltschaft.

Faulenhorst – In der Nacht vom 18. zum 19. Januar brannte Heu in einer Scheune eines Drei-Seiten-Hofes in Faulenhorst. Eine Nacht später wurden die Feuerwehren der Einheitsgemeinde erneut alarmiert, weil es in einem Nebengebäude dieses Drei-Seiten-Hofes brannte. Zwei Monate später, in der Nacht zum 22. März, stand die Scheune des Drei-Seiten-Hofes in Flammen. Nur wenige Tage später, in der Nacht zum 26. März, brannte das Wohnhaus auf diesem Grundstück in Faulenhorst.

Bei allen vier Bränden wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen, teilt Polizeikommissarin Franziska Hotopp auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit. Die polizeilichen Ermittlungen werden in der nächsten Woche abgeschlossen. Dann übernimmt die Staatsanwaltschaft.

Es wurde mehrere Monate zu diesen vier Bränden in Faulenhorst ermittelt. Die Ermittlungen waren „sehr umfangreich und intensiv“, fasst Franziska Hotopp zusammen. Es wurde allen Spuren und Hinweisen nachgegangen. Vor Ort waren unter anderem eine Brandursachenermittlerin des Polizeireviers Salzwedel, Kollegen vom Landeskriminalamt und des Zentralen Kriminaldienstes. Zum Einsatz kam eine Drohne, um Aufnahmen des abgebrannten Dachstuhls zu machen, und ein Brandmittelspürhund. Der Ortsverband Salzwedel des Technischen Hilfswerks (THW) war am 10. April mit neun Mitgliedern vor Ort, um das abgebrannte Wohnhaus abzusichern, damit die Brandermittler das Obergeschoss betreten können.

„Das war sehr intensive Ermittlungsarbeit“ mit mehreren Ermittlungsansätzen, weswegen diese auch lange angedauert haben. Auch die Staatsanwaltschaft werde noch weiter ermitteln, so Franziska Hotopp.

Bei dem ersten Brand waren 15 Fahrzeuge mit 72 Einsatzkräften aus den Wehren und Löschgruppen aus Kalbe, Kakerbeck, Wernstedt, Engersen, Winkelstedt, Badel und Karritz vor Ort. Zum zweiten Brand fuhren 42 Feuerwehrleute in neun Fahrzeugen aus Kalbe, Kakerbeck, Wernstedt und Winkelstedt. 48 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Löschgruppen aus Kalbe, Kakerbeck, Wernstedt, Brüchau, Winkelstedt und Karritz waren beim dritten Brand vor Ort. Den vierten Brand löschten die Mitglieder der Feuerwehren Kalbe, Kakerbeck, Karritz, Wernstedt und Winkelstedt mit 47 Einsatzkräften.

Personen wurden nicht verletzt. Der Sachschaden liegt im oberen fünfstelligen Bereich. An der Scheune entstand laut Polizei beispielsweise ein Sachschaden von etwa 45.000 Euro.

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