Denkmalplatz in Kalbe soll wieder bepflanzt werden / Geld für Pflege

Spender für zehn Bäume am Denkmalplatz gefunden

Bäume auf Denkmalplatz in Kalbe
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Der Denkmalplatz in Kalbe war einst von vielen hohen Bäumen umgeben. Wegen der Trockenheit mussten in den vergangenen Jahren aber immer wieder Bäume gefällt werden.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Für neue Bäume auf dem Denkmalplatz in Kalbe haben sich Spender gefunden. Der Platz war einst von vielen hohen Bäumen umgeben und soll nun wieder bepflanzt werden.

Kalbe – Es haben sich für die neuen Bäume auf dem Denkmalplatz in Kalbe Spender gefunden, informiert Henning Krüger vom Kultur- und Heimatverein Kalbe. Für die zehn neuen Bäume gibt es Spender bzw. feste Zusagen. So spendet unter anderem der Verein selbst einen Baum. Wie Henning Krüger weiter mitteilt, wurde auch bereits Geld zum Pflanzen und zur Pflege in den nächsten Jahren gespendet. „Dafür möchten wir uns bei allen Spendern recht herzlich bedanken“, sagt der Kalbenser im Namen des Vereins.

Mit den neuen Bäumen soll der Denkmalplatz zwischen der Ernst-Thälmann-Straße und der Alten Bahnhofstraße wieder aufgewertet werden, nachdem wegen der Trockenheit der vergangenen Jahre etliche Bäume gefällt werden mussten. Im Februar 2017 wurden an der Seite der Ernst-Thälmann-Straße zwei Bäume gefällt, im vergangenen Jahr folgten zwei weitere und andere mussten stark beschnitten werden. Auch in diesem Frühjahr starben zwei Bäume ab. Zuletzt gab es am Denkmalplatz, den einst viele hohe Bäume umgaben, im Juni Fällungen. Anfang Juli hatte sich der Kultur- und Heimatverein an die Öffentlichkeit gewandt und einen Spendenaufruf gestartet, um neue Bäume anzupflanzen (AZ berichtete). Nun ist das Ziel so gut wie erreicht. Der Verein hofft, dass noch weitere Spenden eingehen, „damit die ordnungsgemäße Pflege in den ersten Jahren gewährleistet ist“, teilt Henning Krüger weiter mit.

Die ersten Bäume wurden auf dem Denkmalplatz um 1900 gepflanzt, nachdem der Jüdische Friedhof 1904 endgültig geschlossen wurde. Die Bäume hatten bereits eine ansehnliche Größe erreicht, als nach dem Ersten Weltkrieg das Denkmal für die Kriegsgefallenen eingeweiht wurde. Bei einer Explosion eines Panzerwagens am 11. April 1945 verbrannte ein Baum. Zu DDR-Zeiten wurde der Denkmalplatz umgestaltet, das Denkmal für die gefallenen Soldaten wurde abgebaut, auf dem Friedhof neu errichtet und an der Stelle des Denkmals eine Stele mit Weltkugel und Friedenstaube errichtet. Nach der innerpolitischen Wende wurde das Kriegerdenkmal vom Friedhof zurückgeholt und das DDR-Denkmal entsorgt. Der Platz wurde wieder umgestaltet. Seither wird am Denkmalplatz, der zunächst Kriegerdenkmalplatz, dann Hindenburgplatz, „Platz für Frieden und Sozialismus“ und schließlich Denkmalplatz hieß, der Opfer beider Weltkriege gedacht.

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