„Es hat sofort richtig gebrannt“

Polizei: Keine eindeutige Brandursache für Brunauer Lagerhallenbrand

Als Brandursache werden Brandstiftung und Fahrlässigkeit von der Polizei ausgeschlossen. Die Feuerwehren werteten den Brand in der Lagerhalle in Brunau vor wenigen Tagen auch für sich aus.
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Als Brandursache werden Brandstiftung und Fahrlässigkeit von der Polizei ausgeschlossen. Die Feuerwehren werteten den Brand in der Lagerhalle in Brunau vor wenigen Tagen auch für sich aus.

Brunau – Ein Vorsatz oder Fahrlässigkeit seien nicht erkennbar, teilt die Pressestelle des Polizeireviers des Altmarkkreises Salzwedel auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit.

Und zwar zur Brandursache des Lagerhallenbrandes einer Landtechnik-, Maschinen- und Gerätebaufirma in Brunau.

Die Ermittlungen zur Brandursache stünden kurz vor dem Abschluss, eine eindeutige Ursache ließe sich nicht hundertprozentig festlegen. Es seien mehrere Gutachter vor Ort gewesen, die Nachvollziehbarkeit habe sich allerdings schwierig gestaltet, weil es so stark gebrannt hatte. Brandstiftung wird ausgeschlossen, es habe wohl eher an herkömmlichen „Betriebsabläufen“ gelegen, so Dana Banschus von der Polizei.

Auch die Feuerwehren sind den Löscheinsatz vor wenigen Tagen durchgegangen. „Das war kein Schwellbrand, als es anfing zu brennen, hat es sofort richtig gebrannt“, erklärte Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff. Laut Auskunft der Kriminalpolizei in Salzwedel, erzählte Rulff, werde der Brandausbruch im Bereich der Farbeimer in der Nähe der Belüftung und als Brandursache Selbstentzündung vermutet. Der Firmeninhaber habe allerdings diesbezüglich „schon sehr viel prophylaktisch getan. Der Betrieb ist beim Arbeitsschutz schon vorbildlich“, attestierte Rulff beim Treffen der Brandschützer. Stolz können die Einsatzkräfte sein, berichteten sowohl Rulff als auch Stadtwehr- und Einsatzleiter Jörg Kämpfer, dass sie das Feuer schnell unter Kontrolle und gelöscht hatten. Um 3.51 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, um 4 Uhr traf die Brunauer als erste ein, da stand die Halle bereits in Vollbrand. Fast um Minutentakt trafen von 4 bis 4.11 Uhr – in dieser Zeit stürzte noch das Dach ein – die anderen Feuerwehren aus Packebusch, Plathe, Hagenau, Vienau, Güssefeld, Kahrstedt, Kalbe, Jeetze, Thüritz und Badel am Brandort ein. „Jedes Fahrzeug war fast voll besetzt“, so Rulff. Durch die fast zeitgleiche Ankunft aller Wehren konnte schnell eine gemeinsame Struktur geschaffen werden, ohne dass eine Feuerwehr bereits mitten im Einsatz war. „Das sollte auch unser Ziel für die Zukunft sein“, so Rulff. Drei Einsatzabschnitte wurden gebildet und die 92 Einsatzkräfte zugeordnet. Schon 30 Minuten nach dem Beginn der Löscharbeiten war das Feuer unter Kontrolle und die Einsatzkräfte hatten es geschafft, eine Ausbreitung auf die anderen Gebäude zu verhindern. Um 5.47 Uhr war das Feuer gelöscht. „Es lief ruhig, sachlich und organisiert ab“, fasste Jörg Kämpfer zusammen, „ohne große Patzer“. Er kritisierte allerdings, dass Arbeiter über Schläuche fuhren und sie dadurch platzten und sich verkeilten. Und auch über solche Ansagen wie: „Um 7 Uhr ist Arbeitsbeginn, da müssen die Schläuche aber hier weg sein“, zitierte Kämpfer, konnten er und die Brandschützer nur den Kopf schütteln. (VON HANNA KOERDT)

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