Skulpturen aus Papiermatsch

Während hinten der Profi am Werk ist, lässt Jenny May Rackow vorn ihr eigenes kleines Kunstwerk entstehen.

Kalbe - Von Conny Kaiser. „Die Kinder“, sagt Kalbes Hortleiterin Christina Schulenburg, „waren total begeistert, als sie das hier gesehen haben.“ Und sie sind es noch immer. Denn nachdem sie sich am Dienstag in der „Miniaturwelt Altmark“ im Kalbenser Kulturhaus umgeschaut haben, dürfen sie dort nun selbst ans Werk gehen.

„Das soll was zum Schwimmen sein“, sagt Fabian Güßfeldt und ist fast ein bisschen böse, dass sein Gegenüber das nicht gleich erkennen kann. Dann werkelt der Junge weiter an seiner Skulptur aus Matsch.

Dieser Matsch besteht aus altem Zeitungspapier, Tapetenkleister und Wasser und ist, damit er schön backt, bereits vor ein paar Tagen von den Mitarbeitern der „Miniaturwelt Altmark“ angerührt worden. Schließlich wussten diese, dass die Ferienspielkinder des Hortes „Abenteuerland“ vorbeikommen und dass die nicht nur schauen, sondern auch selbst Hand anlegen wollen. Und weil sie nicht gleich mit Kunststoff werkeln können, sondern sich erst einmal ausprobieren sollen, muss eben der Papiermatsch herhalten. Mit Begeisterung wühlen die 36 Mädchen und Jungen darin herum. Und was sie daraus bauen, nimmt tatsächlich Gestalt an. Auch Fabians Skulptur ist zu späterer Stunde eindeutig als Wettkampfbecken eines Schwimmbades zu erkennen. Andere Knirpse formen lieber Blumen, Gefäße oder sogar Tiere aus dem Matsch. Der soll nun bis nächste Woche trocknen. Und dann wird er angemalt. Dazu schauen die Kinder dann noch einmal im Kulturhaus vorbei. Es seien sogar mehr erschienen, als sich eigentlich angemeldet hatten, erzählt die Hortchefin gestern erfreut.

Noch erfreuter dürften sie, ihre Kolleginnen und alle ihre Schützlinge sein, wenn dann erst einmal die eigene Einrichtung im Maßstab 1 : 25 nachempfunden wird. Auch daran sollen die Kinder dann mitbauen dürfen – in Begleitung des Teams der „Miniaturwelt Altmark“. Bei ihr handelt es sich um ein, von der Arbeitsagentur gefördertes, Projekt der „Bildung und Beruf Plus“ GmbH, in dessen Rahmen 40 Frauen und Männer tätig sind und Miniaturausgaben hiesiger Gebäude bauen (wir berichteten mehrfach).

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