Landkreis weiß noch nicht, welche Vorschläge im Erkundungskonzept berücksichtigt werden

„Silbersee“: Details nicht bekannt

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Das LAGB hat die Vorschläge des Landkreises zum weiteren Verfahren am „Silbersee“ Brüchau an Engie weitergeleitet. Inwiefern sie berücksichtigt werden, ist dem Kreis noch nicht bekannt.

Brüchau. Vor wenigen Tagen berichtete die Altmark-Zeitung über den aktuellen Stand der Erkundungsmaßnahmen an der Bohrschlammdeponie Brüchau. Laut Wirtschaftsministerium habe es nach der Einwohnerversammlung im September weitere Beratungen mit dem Altmarkkreis gegeben.

Es fanden nach der Versammlung „keine weiteren Beratungen bezüglich der Abstimmung des Erkundungsumfangs unter Teilnahme und Einbeziehung des Altmarkkreises Salzwedel statt“, teilt hingegen Kreispressesprecherin Amanda Hasenfusz im Auftrag von Herbert Halbe, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft des Altmarkkreises Salzwedel, auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit.

Von Angesicht zu Angesicht habe es tatsächlich keine Beratungen gegeben, räumt Ministeriumspressereferent Robin Baake ein, allerdings habe auch „keine Funkstille“ geherrscht. Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LAGB) habe mit dem Altmarkkreis zur Abstimmung weiterhin telefonisch Kontakt gehalten, so Baake gegenüber der AZ.

„Nach Aussage des LAGB sind unsere Vorschläge und Hinweise durch das LAGB an das Unternehmen (Engie, Anm. d. Red.) weiter geleitet worden“, heißt es von Seiten des Landkreises. Welche Vorschläge und Hinweise spezifisch und detailliert tatsächlich von Engie berücksichtigt und umgesetzt wurden oder werden, sei dem Kreis allerdings nicht bekannt. Dies müsste unter Umständen bei der Vorlage der Betriebspläne im Beteiligungsverfahren nachgefordert werden. Jedoch soll das LAGB die Betreiberfirma auf eine zeitnahe und zügige Umsetzung dahingehend gedrängt haben, dass der erforderliche Betriebsplan im kommenden März oder April vorgelegt wird. Ein Zeitplan, der die technisch notwendigen Maßnahmen zur Sanierung selbst einschließt, sei darunter aber noch nicht zu verstehen, teilt der Kreis mit.

Von Hanna Koerdt

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