Auf Schwarzdecke folgt die Verkehrsfreigabe

Während im Hintergrund die erste Schicht der Schwarzdecke gewalzt wurde, waren gestern Mitarbeiter des beauftragten Baubetriebes damit beschäftigt, die Nebenanlagen herzurichten und anzugleichen.

Kalbe - Von Conny Kaiser. Was lange währt… Gut ein halbes Jahr nach Beginn der Baumaßnahme soll am kommenden Freitag, 16. April, die Stendaler Straße in Kalbe wieder für den Verkehr freigegeben und die Umleitung über die Gartenstraße aufgehoben werden. Zurzeit wird noch die Schwarzdecke aufgetragen.

Teergeruch liegt über der Stendaler Straße in Kalbe. An einigen Stellen dampft es heiß aus dem Asphalt. Gerade hat eine Spezialfirma die erste Schicht der Schwarzdecke aufgetragen. Heute und morgen geht es damit weiter.

Und übermorgen? Da soll der zweite Bauabschnitt der Stendaler Straße bereits für den Verkehr freigegeben werden. Vorausgesetzt, bei der technischen Bauabnahme, die für denselben Tag geplant ist, läuft alles nach Plan. Die endgültige Abnahme erfolgt dann aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Der strenge Winter hatte den am Bau Beteiligten einen kräftigen Strich durch eine vorzeitige Rechnung gemacht. Nicht nur wochen-, sondern monatelang mussten die Arbeiten ruhen, mussten die Autofahrer via Ampelverkehr über die zuvor sanierte Gartenstraße umgeleitet werden, weil die frostigen Temperaturen eine Fortführung nicht erlaubten. Schließlich brauchen die Baumaterialien eine bestimmte Gradzahl, um ordnungsgemäß und vor allem haltbar verarbeitet werden zu können.

Und halten soll sie schließlich lange, diese Straße, die in die Zuständigkeit des Landesbetriebes Bau, Niederlassung Nord, gehört, in deren Erneuerung sich aber auch die Stadt Kalbe einbringt. Indem sie sich nämlich finanziell an den Nebenanlagen, für die sie verantwortlich ist, beteiligt. Auch der Wasserverband Gardelegen ist involviert. So hat er die Abwasserleitung und die Trinkwasserleitung erneuern lassen. Zudem ist ein neuer Regenwasserkanal gebaut worden, wurden auch eine neue Gosse geschaffen und neue Hochborde gesetzt. Zurzeit ist die beauftragte Baufirma noch mit Restarbeiten beschäftigt. Es gilt beispielsweise, den Gehweg anzugleichen. Er war bereits vor geraumer Zeit im Auftrag der Stadt erneuert worden.

Bei der derzeitigen, rund 400 000 Euro teuren Gesamtmaßnahme handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt der Stendaler Straße, der sich von der Milde-Brücke bis zur Kreuzung Thälmannstraße erstreckt und rund 200 Meter misst. Der erste Abschnitt, vom Ortseingang bis zur Milde-Brücke, war bereits im Jahr 2001 im Auftrag des Landesbetriebes Bau saniert worden.

Ob es nun am Freitag eine offizielle Straßenübergabe in Form eines symbolischen Scherenschnittes gibt, das bleibt erst einmal abzuwarten. Darüber nachgedacht wird jedoch bei der Stadt.

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