Einsatzkräfte der Kalbenser Feuerwehr fangen Vogel ein und bringen ihn wieder zum Wasser

Schwan aus seiner Not gerettet

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Aber all sein Fauchen half ihm nicht. Bernd Hinz (links) und Matthias Lemm fingen den Schwan mit einer Decke ein.

mb Kalbe. Aller guten Dinge sind drei, sagt ein Sprichwort. Und so gab es für die Ortsfeuerwehr Kalbe am Freitagvormittag gleich noch einen dritten Einsatz in einer Woche.

Nach der Beseitigung einer Ölspur in Karritz und dem schweren Verkehrsunfall auf der B 71 am Abzweig Wernstedt galt es nun, einem Schwan wieder zu seinem Glück, auf dem Wasser zu schwimmen, zu verhelfen.

Als sich die Kameraden der Ortsfeuerwehr dem Schwan näherten, wurde der mit einem Mal sehr aufgebracht und fauchte, was er konnte.

Volkmar Erl, Leiter des Kalbenser AWO-Jugendklub „Kroko“, erhielt einen „Notruf“ aus der Tagespflege an der Straße der Jugend. Denn dort war ein Jungschwan wohl notgelandet und lief nun immer den Zaun zum kleinen Teich auf und ab, kam aber von selbst nicht mehr in die Luft und damit zum Wasser. Doch ihm konnte geholfen werden. Volkmar Erl fragte seinen Nachbarn, der Mitglied der Feuerwehr ist, was man tun könne. Nach Rücksprache mit der Wehrleitung wurden einige Kameraden ganz unkompliziert über die Feuerwehrgruppe per WhatsApp zusammen getrommelt. Ein Tierarzt wurde ebenso informiert wie das Ordnungsamt der Stadt Kalbe.

„Jeden Tag eine gute Tat“: Der Jungschwan wurde zum kleinen Teich an der Straße der Jugend gebracht und dort wieder in die Freiheit entlassen.

Als die Kameraden Matthias Lemm, André Lammek, Bernd Hinz und Maik Bock auf dem Gelände der AWO-Tagespflege eintrafen, wurde auch der Schwan sehr munter. Er rannte vor den Einsatzkräften am Zaun erst einmal weg, schlug mit den Flügeln und konnte mit einmal auch ganz schön fauchen. Doch das alles half ihm nichts. Mit einer Decke wurde der Jungschwan eingefangen, wobei er sich ziemlich zur Wehr setzte. Eine kurze Untersuchung erfolgte. Doch da er augenscheinlich keine Verletzungen hatte, kam er sehr schnell wieder in Freiheit. Die Feuerwehrmänner entließen ihn ins Wasser des kleinen Teiches an der Straße der Jugend. Schnell schwamm der Schwan zur Mitte und rief von dort aus kurze Zeit später nach seiner Familie.

Ende gut, alles gut. Der Schwan ist wieder frei und in den sozialen Netzwerken konnte man dann lesen: Jeden Tag eine gute Tat. Manchmal sind es auch mehrere. Gegen Freitagmittag endete der dritte Einsatz der Kalbenser Ortsfeuerwehr in diesem Jahr.

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