V-DSL-Versorgung der Telekom in Einheitsgemeinde nicht flächendeckend zu erwarten / Stadt selbst bleibt außen vor

Schnelles Internet, aber nicht überall in Kalbe

Kalbe. Blitzschnelles Internet – darüber freuen sich nicht nur junge Menschen, die mit dem World Wide Web groß geworden sind. Es ist auch jetzt schon ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

Im ländlichen Raum ist das mit der Leistungsfähigkeit der Internetverbindung bisher aber so eine Sache. Deshalb haben die Landkreise Salzwedel und Stendal im Juli 2012 den Zweckverband Breitband Altmark gegründet: Via Glasfaseranschlüssen soll die gesamte Altmark mit schnellem Internet versorgt werden.

Wann der Ausbau in der Einheitsgemeinde Kalbe erfolgt, könne noch nicht gesagt werden, aber „wir versuchen es zeitnah“, so Axel Schulz, Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel, der unter anderem für den Breitbandausbau zuständig ist. Mit der Abfrage der Bürger, ob sie denn überhaupt den Anschluss nutzen wollen (in einem Ort muss als Bedingung für den Ausbau des Breitbandnetzes eine mindestens 40-prozentige Anschlussquote vorliegen), werde „wahrscheinlich in 2017 begonnen“. So sind jedenfalls die letzten Informationen von Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, wie er bei der jüngsten Sitzung des Kalbenser Hauptausschusses auf Nachfrage von Bernd Pawelski erklärte.

Bis 2017 will allerdings die Telekom Abhilfe schaffen und in der Einheitsgemeinde Kalbe das schnelle V-DSL anbieten. Allerdings nicht in allen Ortschaften, wie Ruth den Hauptausschussmitgliedern erklärte. Er habe auf Grund der wiederholten Nachfragen seitens der Bürger Kontakt zu dem Telekommunikationsunternehmen aufgenommen. Aus einem Schreiben, welches der Bürgermeister von der Telekom erhalten hatte, verlas er die Orte, die bis 2017 mit V-DSL versorgt werden sollen: Dazu zählen Beese, Brunau, Dolchau, Güssefeld, Hagenau, Jeetze, Jeggeleben, Kahrstedt, Mehrin, Mösenthin, Packebusch, Sallenthin, Siepe, Vienau, Zethlingen und Zierau. Dabei fällt auf, dass gerade größere Ortschaften fehlen: Zum Beispiel Altmersleben, Badel, Kakerbeck und auch die Stadt Kalbe selbst. „Wir haben an der Stelle keine flächendeckende Versorgung zu erwarten“, so Ruth. Hier hofft die Stadt auf den Netzausbau des Zweckverbandes.

Von Hanna Koerdt

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