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Sandsteinsäulen im Kirchturm werden erneuert

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Von: Ina Tschakyrow

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Kirchturm in Wustrewe
Die stützenden Sandsteinsäulen am Turm der Wustrewer Kirche werden Ende September saniert, denn inzwischen bröckeln sie. © Hanna Koerdt

Die Sandsteinsäulen der Kirche in Wustrewe bröckeln. Deswegen beginnen Ende September Sanierungsarbeiten.

Wustrewe – Im Turm der Wustrewer Kirche gibt es sechs Sandsteinsäulen. Auf jeder Seite des Turms befinden sich zwei dieser Säulen, die demnächst saniert werden sollen.

Die Sandsteinsäulen stützen die Bögen der Turmluken. Nicht viele Kirchen in der Altmark haben diesen baulichen Bestandteil. Im Turm der Peckfitzer Kirche wurden unter anderem auch Sandsteinsäulen verbaut. Das Material, aus dem die Sandsteinsäulen hergestellt wurden, wurde um 1870 in der Region verbaut, erzählt Rainer Wellkisch, Kirchenbaureferent des Kreiskirchenamtes Salzwedel. Es ist allerdings nicht so frostfest.

Frost und Wasser haben Säulen beschädigt

Frost und Wasser haben über die Jahre die Sandsteinsäulen der Wustrewer Kirche, die 1871 als romanisierender Backsteinbau auf einem Feldsteinsockel nach der Zerstörung der vorherigen Kirche bei einem Blitzschlag 1840 errichtet wurde, beschädigt. Es haben sich durch die Witterung Risse gebildet. Die Säulen bröckeln. In diesen baulichen Bestandteilen sind außerdem Metalldorne verbaut, die rosten. „Der Rost treibt die Säulen auseinander“, teilt Rainer Wellkisch auf Anfrage der Altmark-Zeitung weiter mit. Deswegen müssen die Sandsteinsäulen saniert werden. Vier von ihnen können repariert werden, zwei müssen komplett ersetzt werden, so der Kirchenbaureferent.

Für die Säulen, die repariert werden können, wird eine spezielle Mischung, sogenannte Steinersatzmasse, genutzt. Mit dieser werden die ausgebrochenen Stellen und Risse aufgefüllt.

Vier Wochen dauern Arbeiten an

Die Sanierung soll Ende September beginnen und wird etwa vier Wochen dauern. Um die Reparaturarbeiten durchführen zu können, wird ein Gerüst aufgestellt.

Die Kosten belaufen sich auf etwa 38.000 Euro. Finanziert wird die Baumaßnahme zu einem Drittel vom Kirchenkreis Salzwedel, etwa ein Sechstel sind Eigenmittel sowie Spenden der Kirchengemeinde und das restliche Geld ist von der Marlis Kressner Stiftung, der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa), so Rainer Wellkisch weiter. Nach dieser Maßnahme sind in nächster Zeit keine weiteren Bauarbeiten an dem Gotteshaus in Wustrewe geplant.

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