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Ringen um Kita geht weiter

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Offene Türen in der Kindertagesstätte „Benjamin Blümchen“ in Engersen. Ob es so bleibt, ist bei derzeit 14 Kindern ungewiss. Eine Elterninitiative will die drohende Schließung abwenden. Doch die Zeit drängt – am 23. August soll die Entscheidung fallen. © Osmers

Engersen. Die Hauptausschuss der Stadt Kalbe hat am Donnerstag die geplante Abstimmung über die Schließung der Engersener Kindertagesstätte verschoben. Damit hat das Elternkuratorium noch einmal zwei Wochen Zeit, ein tragfähiges Konzept vorzulegen.

Verhandlungen der Eltern mit einem möglichen neuen Träger der bislang städtischen Einrichtung sind nach Angaben von Bürgermeister Karsten Ruth leider gescheitert. Derweil sei die anfangs genannte Kinderzahl von 18 nochmals auf aktuell 14 zurückgegangen, sagte Ruth bei der Sitzung in der Tagesstätte.

Einen Tag zuvor hatten Vertreter mehrerer Ämter des Altmarkkreises die Einrichtung besucht, um im Vorfeld eines möglichen Kita-Fortbestands den Sanierungsbedarf festzustellen. Dringendste Maßnahmen sind demnach der Einbau von zwei Rauchschutztüren im Bereich des Flures für sichere Fluchtwege sowie die Trockenlegung einer Kellerecke, die von Schimmelpilzen befallen ist. Annähernd 60 000 Euro sind nötig, um die Auflagen der Behörde zu befolgen. Ortsbürgermeister Wilfried Hartmann signalisierte – die Zustimmung des Rates zum Griff in die Rücklage vorausgesetzt – einen „erheblichen Beitrag zu leisten“.

Eine Entscheidung über die Schließung trifft am 23. August der Stadtrat in Kalbe. Bürgermeister Karsten Ruth kündigte bei einer finanziell nicht tragbaren Lösung seinen Widerspruch an. Dann müsste nach einer weiteren Sitzung die Kommunalaufsicht entscheiden.

Von Dirk Osmers

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