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Windpark Kakerbeck: Neue Windräder werden leiser

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Von: Hanna Koerdt

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Windräder stehen zwischen Neuendorf und Kakerbeck.
Sieben neue Windräder sollen im Windpark Neuendorf/Kakerbeck gebaut werden, 27 werden dafür abgebaut. Die neuen Räder werden höher, aber laut einer Schallschutzberechnung auch um drei bis vier Dezibel leiser. © Monika Schmidt

Drei bis vier Dezibel leiser sollen die neuen Windräder des Windparks Neuendorf/Kakerbeck werden. „Der Erfahrung nach ist der Unterschied erheblich“, erklärte Kalbes Bauamtsleiter Thomas Kräuter während der Sitzung des Stadtrates.

Kakerbeck - In den Wochen zuvor hatten die Gremien der Stadt gefordert, dass der Windpark-Betreiber ein Schallschutzgutachten für das geplante Repowering des Windparks vorlegt. Dieses sei nun da, erklärte Thomas Kräuter. Der Unterschied von etwa drei bis vier Dezibel „entspricht dem, was wir erwartet haben“, so der Bauamtsleiter, der erläuterte, dass bereits ein Dezibel einen hörbaren Unterschied für Menschen ausmache.

27 Windräder sollen in dem Windpark abgebaut werden und sieben neue aufgebaut, die aber „eine viel höhere Leistung haben, als die im Bestand“, führte Thomas Kräuter das Vorhaben der Windpark Neuendorf/Kakerbeck Nr. 20 GmbH & Co. KG aus. Die neue Nabenhöhe soll künftig etwa 160 Meter betragen, also um rund 40 Meter höher sein, als die Windräder zuvor. Der Rotordurchmesser entspreche dem der jetzigen Rotoren, erklärte Thomas Kräuter. Rund 30 Meter höher werde die Achse der Rotoren sein, dies sei auch besser für Vögel, da sie tiefer fliegen.

Der Abstand zur Wohnbebauung „wird auf mindestens 1000 Meter festgesetzt“, erklärte der Bauamtsleiter weiter. Die Windräder, auch das hatten die Kalbenser Gremien gefordert, sollen in der Dunkelheit nicht mehr konstant blinken, sondern nur dann mit Lichtzeichen reagieren, wenn sich ein Flugobjekt nähert. Diese „sensorgestützte Befeuerung“ der Anlage ist aber inzwischen ohnehin Standard. Dem Konzept des Windpark-Betreibers stimmte der Stadtrat mehrheitlich zu. Demnächst muss für das Repowering noch der Flächennutzungsplan der Kommune geändert werden.

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