Ersatz gefunden nach Marktschließung im Juni

Riethwiesenhof eröffnet Laden in Kakerbeck

Ehemaliges Stöbercafé in Kakerbeck
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Im ehemaligen Stöbercafé in Kakerbeck wird der Regionalmarkt „Riethwiesenhof“ einziehen.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Lebensmittel, Hygieneartikel, Imbiss und Poststelle soll es schon in wenigen Wochen im ehemaligen Stöbercafé in Kakerbeck geben. Es ist also schnell gelungen, einen Ersatz für den geschlossenen PUG-Markt zu finden.

Kakerbeck – Im Juni dieses Jahres schloss in Kakerbeck unerwartet und zum Ärger vieler Einwohner der PUG-Markt (wir berichteten). Seither „war ich bemüht, dass wir wieder einen Laden nach Kakerbeck bekommen“, erklärt Ortsbürgermeister Ulf Kamith. Und das ist gelungen: Voraussichtlich schon Anfang November eröffnet das Geschäft „Riethwiesenhof“ in den Räumlichkeiten des ehemaligen Stöbercafés.

Die Einwohner wünschten sich nach der PUG-Schließung wieder ein Geschäft im Ort, erzählt Ulf Kamith, „deswegen war der Anreiz da, jemanden zu suchen“. In den ehemaligen PUG-Räumen sei der Investitionsbedarf sehr hoch gewesen, sagt der Ortsbürgermeister, die Immobilie, die auch gar nicht in kommunaler Hand war, sei nach der Schließung schnellstmöglich verkauft worden. „An wen weiß ich nicht, wir hätten da auch keine Chance gehabt“, sagt Kamith. Zu Vermieten gab es aber auch noch das Stöbercafé an der Dorfstraße, welches vor einigen Jahren schloss. Zwei Anbieter haben sich für die Räumlichkeiten interessiert, nun zieht der Riethwiesenhof ein, freut sich Ulf Kamith: „Wir sind sehr froh, dass es geklappt hat“.

„Wir wollen in Kakerbeck wieder eine Grundversorgung gewährleisten“, sagt Rudolf Sasse, der gemeinsam mit Franziska Klotz den Engersener „Riethwiesenhof & Genusswerkstätten“ – eine Bio-Landwirtschaft – sowie in Kalbe das Geschäft „Von Hand fürs Land“ betreibt. Das Geschäft in Kakerbeck, welches schlicht wie die Engersener Landwirtschaft heißen wird, soll „ein Komplettversorger sein“, erklärt Sasse, in der Tradition eines Konsums und Tante-Emma-Ladens, allerdings mit regionalen und hofeigenen Produkten. Zu Letzteren gehören Eier, Wurst und Fleisch von Schwein und Geflügel. Angeboten werden noch andere Lebensmittel, darunter Backwaren, Gemüse und Obst, Hygieneartikel und Getränke sowie voraussichtlich frischer „Kaffee, belegte Brötchen und warme Snacks“, hofft Rudolf Sasse. Letzteres werde sich aber demnächst noch herausstellen. Viele der Produkte werden Bio-Qualität haben, aber es wird nicht ausschließlich ein Bio-Markt, erklärt Sasse. Bei der Produkt-Palette werde man sich auch daran orientieren „was angenommen wird“, so der Landwirt. Ebenfalls mit rein soll übrigens auch eine Poststelle, allerdings wohl erst ab Dezember, so Sasse.

Aktuell werden die Räumlichkeiten umgebaut, geöffnet werden soll im November, vielleicht auch schon Ende Oktober, sagt Rudolf Sasse.

Das Geschäft soll dann künftig die ganze Woche geöffnet sein, mit Personal im Laden.

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