Schulbaufördergelder nicht hoch genug: Betrag splitten oder nur für eine Sache verwenden?

„Reicht vorne und hinten nicht“

In der Brunauer Grundschule wurde jüngst umgebaut. Doch es stehen noch weit mehr Arbeiten an, die viel kosten.

Brunau. 173.781 Euro an Fördergeld kann die Stadt Kalbe als Schulbauförderung vom Land erhalten. Der Stadtrat debattierte jüngst darüber, wie die Mittel eingesetzt werden könnten.

Eigentlich „bräuchten wir mindestens 500.000“, kritisierte Stadtratsmitglied Bernd Pawelski.

Deshalb auch sein Vorschlag: Die Summe solle komplett für den Grundschulstandort Brunau verwendet werden. Auf der Beschlussvorlage des Stadtrates stand aber, dass das Geld hälftig für Brunau und für den Sportplatz an der Ostpromenade in Kalbe genutzt wird. Doch macht das Sinn?

Schließlich gibt es sowohl am Sportplatz als auch an der Grundschule einen Sanierungsbedarf, der die Gesamtsumme weit überschreitet. Eventuell lässt sich gemeinsam mit dem VfL Kalbe eine Sportstättenförderung für den Sportplatz beantragen, so Pawelski. Doch Stadtrat Horst Schernikau wies hin: Der VfL Kalbe ist nicht für den Sportplatz hauptverantwortlich, sondern die Stadt. Wobei Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth erklärte, dass sich der VfL dort bereits betätigt und „Teilbereiche in Angriff“ nimmt.

Brunaus Ortsbürgermeisterin und Stadträtin Ortrun Cyris plädierte ebenfalls dafür, die gesamte Summe in Brunau zu investieren, denn man warte im Ort schon viel zu lange darauf. Seit Jahren würden Stark-V-Fördergelder von Brunau abgezogen und für andere Maßnahmen verwendet. Im Kompromiss wurde sich darauf geeinigt, erst von den Fachämtern prüfen zu lassen, welche Maßnahmen genau an den zwei Standorten zu machen wären und wie viel sie der Erfahrung nach kosten.

Nüchtern sah es Kämmerin Ingrid Bösener: „Egal was wir machen, es wird vorne und hinten nicht reichen“.

Von Hanna Koerdt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel