Hauptausschuss berät Reihenfolge der Leaderprojekte ab 2017 / Freibadsanierung sprengt den finanziellen Rahmen

Realismus statt Augenwischerei gefragt

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In einem Entwurf über die Reihenfolge der Umsetzung der über Leader geförderten Maßnahmen, die Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth dem Hauptausschuss vorlegte, fehlte das Freibad. Die Sanierung würde, auch bei einer Förderung, zu teuer werden.

Kalbe. Den Schein wahren oder einfach realistisch sein? Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Kalbenser Hauptausschusses am Donnerstagabend. Es ging um die zeitliche Umsetzung der über Leader geförderten Maßnahmen.

Denn ein Projekt fehlte in dem Entwurf der Reihenfolge der Umsetzung, den Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth den Hauptausschussmitgliedern vorgelegt hatte: Das Kalbenser Freibad.

„Wir müssen natürlich gucken, wie wir diesen großen Pool an Maßnahmen in die Laufzeit der Leaderförderperiode bis 2020 integrieren“, so Karsten Ruth. Das Gesamtpaket der Maßnahmen in einem Jahr umzusetzen ist nicht leistbar. Basierend auf drei Kriterien hat Kalbes Bürgermeister die zeitliche Umsetzung der Projekte angeordnet: „Wo besteht der höchste Bedarf, wo gibt es die höchsten Effekte und was ist auch über die Jahresscheibe finanzierbar“, erklärte er den Mitgliedern des Hauptausschusses.

In 2015 wird es vermutlich noch keine Förderung geben, für 2016 ist bereits eine Haushaltsüberlastung der Einheitsgemeinde erkennbar. 2017 soll es mit der Umsetzung der Leader-Förderprojekte losgehen: Angedacht ist die Raumaufteilung im Mehrzwecksaal des Kalbenser Kulturhauses sowie die energetische Dachsanierung der Sporthalle Brunau. Die Kosten liegen insgesamt bei 175 000 Euro, wobei der minimale Eigenanteil für die Kommune bei 44 000 Euro liegen würde. In 2018 sollen das Umfeld des Kulturhauses gestaltet sowie der Giebel an der Sporthalle Kakerbeck saniert werden (Gesamtkosten 165 000 Euro, minimaler Eigenanteil 42 000 Euro). 2019 sollen die Caravan-Stellplätze geschafft werden (Gesamtkosten 20 000 Euro, minimaler Eigenanteil 5 000 Euro). Abschließend sollen 2020 die Radwanderwegeerhaltung und die Sanierung einer Brücke, vorausgesetzt dieser Punkt ist überhaupt förderfähig, mit einem Gesamtvolumen von 175 000 Euro (minimaler Eigenanteil 44 000 Euro) umgesetzt werden.

„Ihnen wird aufgefallen sein: Was wir jetzt gar nicht behandelt haben, ist das Freibad“, merkte Karsten Ruth schließlich, unter zustimmendem Kopfnicken, aber auch fragenden Blicken der Hauptauschussmitglieder, an. „Ich persönlich gehe davon aus, das steht aber noch nicht fest, dass es wahrscheinlich nicht förderfähig sein wird“, erklärte der Bürgermeister. [...]

Von Hanna Koerdt

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