Investitionen an Grundschul- bzw. Hortgebäude möglich / Positive Schülerzahlen: Ist Schulverbund noch notwendig?

Raumkonzept für Brunauer Hortausbau

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Der Hort in Brunau könnte ausgebaut werden. Vorher soll ein Raumnutzungskonzept zeigen, wie und ob die Räumlichkeiten der Grundschule im Gebäudekomplex nebenan dafür ausgebaut und genutzt werden könnten.

Brunau. Ist ein Schulverbund für die Grundschule in Brunau wirklich noch notwendig? Denn aktuell liegen der Stadt Zahlen vor, die für die Standortsicherung auch ohne einen Verbund sprechen:

Bis 2021 werden es durchschnittlich 70 Schüler sein, die die Wilhelm-Busch-Grundschule besuchen. „Das sind allerdings Idealzahlen“, sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, für den das Thema Schulverbund auch noch nicht erledigt ist.

In die berechnete Schülerzahl fließen unter anderem Geburtszahlen und absehbare Einschulungen ein. Doch nichts davon ist in Stein gemeißelt, es kann beispielsweise vorkommen, dass Eltern ihr Kind auf eine andere Schule schicken. Oder Wegzug, oder weniger Geburten. Nichtsdestotrotz beschäftigen sich die Stadt und ihre Gremien mit den Schülerzahlen. Denn zum einen soll die Grundschule in Brunau erhalten werden, zum anderen soll dort mit Fördermitteln investiert werden, was nur möglich ist, wenn die Maßnahmen nachhaltig sind. Sprich: Es muss sicher sein, dass die Schule in den nächsten Jahren nicht schließt. Mögliche finanzielle Förderungen für diese Investitionen sind Stark V oder die 2017 angekündigte Schulbauförderung des Landes Sachsen-Anhalt. Baumaßnahmen in der Brunauer Turnhalle sind schon lange Thema in den Kalbenser Gremien, ganz aktuell ist es aber das eigentliche Schulgebäude, das im Fokus steht.

Erst vor wenigen Wochen waren die Mitglieder des Bau- und des Finanzausschusses im Brunauer Hort. Es wird überlegt, diesen auszubauen. Erarbeitet wird aktuell ein Raumnutzungskonzept, welches darstellen soll, ob und wie Räumlichkeiten der Grundschule als Hort genutzt werden können. Denn künftig könnten ihn auch mehr Kinder besuchen. Nämlich diejenigen, die bisher in der integrierten Hortgruppe der Jeetzer Kita „Knirpsenland“ betreut werden. Die Betriebserlaubnis für die Gruppe ist für maximal 15 Hortkinder und nur für Schüler von der ersten bis zur dritten Klasse bewilligt.

Von Hanna Koerdt

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