Erste Schädlingsbekämpfung größtenteils erfolgreich

An Radwegen frisst der Spinner weiter

+
Die Erstbekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Einheitsgemeinde war durchaus erfolgreich. Die Raupe hat allerdings wieder viele Bäume an Rad- und Wanderwegen befallen.

Kalbe. Die chemische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners hätte insgesamt gut gegriffen, erklärte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth bei der jüngsten Sitzung des Kalbenser Hauptausschusses.

Die Einheitsgemeinde hatte sich, wie viele weitere Kommunen auch, an einer zentralen Schädlingsbekämpfungsmaßnahme beteiligt, die durch den Altmarkkreis Salzwedel ausgeschrieben worden war (wir berichteten). „Die Kollegen waren unterwegs und haben die Stellen, die im Rahmen der ersten Phase bearbeitet wurden, in Augenschein genommen“, so Ruth gegenüber der Ausschussmitglieder. Das Ergebnis sei im wesentlichen positiv.

Es gebe allerdings auch Ausnahmen. Der Bürgermeister nannte an dieser Stelle die Bushaltestelle und den Friedhof in Beese, den Rundling in Winkelstedt sowie den Sportplatz in Zethlingen, wo die chemische Bekämpfung nicht gegriffen habe. „Wir nehmen an, das ist aber nicht beweisbar, dass es schlicht und ergreifend mit der Höhe der Bäume zu tun hat“, meinte Ruth. So sei das chemische Mittel bei der Bekämpfung vermutlich nicht bis ganz oben in die Baumkronen der Eichen vorgedrungen. Falls sich dies weiterhin abzeichne, werde an den entsprechenden Stellen in Zukunft auf die chemische Bekämpfung verzichtet. Schließlich gebe es ja noch die zweite Phase der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, nämlich die mechanische Bekämpfung.

Problematisch bleiben die vielen Wander- und Radwege in der Einheitsgemeinde. Denn in der ersten Bekämpfungsphase hatte man sich wegen der Kosten auf Schwerpunkte konzentriert, an denen viele Menschen zusammenkommen, wie beispielsweise an Bushaltestellen oder Kitas. Die Eichen an Rad- und Wanderwegen sind indes stark von den Raupen befallen – ein großes Gesundheitsrisiko für den Menschen. „Normalerweise müsste da flächendeckend was passieren“, so Ausschussmitglied Martin Palm. So sei die Situation am Radweg nach Arendsee „extrem“ und gerade die kleinen Eichen fast schon komplett kahlgefressen. Dies bestätigte der Bürgermeister und erklärte, er habe außerdem Kenntnis von Radfahrern, die mit dem Begriff Eichenprozessionsspinner bisher nichts anfangen konnten und die Raupe angefasst hatten. Man habe versucht, dem mit Flyern, die unter anderem in Hotels ausgelegt worden sind, entgegen zu wirken.

Für die flächendeckende Bekämpfung sehe man das Land in der Pflicht.

Von Hanna Koerdt

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare