Kalbe und Bismark wollen „Stadt und Land“-Förderung für gemeinsames Projekt beantragen

Radweg soll bis Vahrholz führen

Eine Karte zeigt, wo der Radweg von Kalbe nach Bismark verläuft.
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Knapp über sieben Kilometer lang könnte der die Einheitsgemeinden Kalbe und Bismark verbindende Radweg auf Kalbenser Seite werden, wenn bis Vahrholz gebaut wird.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Der Radweg, der die Einheitsgemeinden Kalbe und Bismark verbinden soll, soll auf Kalbenser Seite bis Vahrholz gebaut werden.

Kalbe – „Wir haben hier die Möglichkeit einer sehr attraktiven Förderung“, erklärte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth am Donnerstagabend im Stadtrat. Und zwar für den Radweg, der auf der ehemaligen Strecke der Kleinbahn die Einheitsgemeinden Kalbe und Bismark verbinden soll.

90 Prozent des Radweges könnten gefördert werden, erklärte Kalbes Bürgermeister, der sich schon seit Langem gemeinsam mit Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz um den Radwegebau bemüht. Für den Radweg gibt es seit Kurzem das Sonderprogramm „Stadt und Land“. Mit diesem werden im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 von der Bundesregierung erstmals Investitionen in den Ländern und Kommunen zur Weiterentwicklung des Radverkehrs finanziell unterstützt – es stehen dafür 657 Millionen Euro zur Verfügung. Kalbe und Bismark beantragen eine Förderung und hoffen auf eine positive Antwort. Weil die Förderkonditionen so attraktiv sind – es wird nicht nur der Bau des Radweges, sondern auch der Flächenerwerb gefördert –, schlug Karsten Ruth vor, den Stadtratsbeschluss, der im Anfangsstadium des Radwegeprojektes geschlossen wurde und besagt, dass nur die Flächen bis zum Bahnhof der Stadt Kalbe gekauft werden sollten, in der nächsten Sitzung im April zu ändern. Und zwar so, dass auch die Flächen bis nach Vahrholz gekauft werden sollten und der Radweg dann bis dorthin gebaut werden sollte. Mit dem Eigentümer der Flächen – er erwarb sie in einem Bieterverfahren der Deutschen Bahn, um die Gleise abbauen und verwerten zu können – sei man diesbezüglich bereits im Gespräch. „So eine Möglichkeit bekommen wir nie wieder“, erklärte Ruth und die Stadträte stimmten ihm zu.

Wenn die Flächen tatsächlich bis nach Vahrholz gekauft werden können, dann würde der Radweg auf der Kalbenser Seite knapp 7,1 Kilometer lang sein. In den Investitionsplan des Haushaltes für dieses Jahr wurden dafür jetzt auch über 1,7 Millionen Euro eingestellt. In der Hoffnung, dass 90 Prozent, also über 1,6 Millionen Euro, davon aus dem Sonderprogramm dafür fließen.

Stadträtin Melissa Schmidt fragte, ob es nicht möglich sei, dann auch auf dem restlichen Schienenverlauf der alten Bahnstrecke bis nach Badel den Radweg weiterzubauen. Karsten Ruth erklärte, dass es sich auf den weiteren Flächen um andere Eigentümer handle, und nicht um den, der die Strecke zwischen Hohenwulsch und Vahrholz gekauft hat. Trotzdem sei dies grundsätzlich keine schlechte Idee, er lasse die Möglichkeiten prüfen.

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