Förderung von 4,5 Millionen Euro bewilligt

Radweg zwischen Kalbe und Bismark wird 2022 gebaut

Verwaltungsmitarbeiter aus Bismark und Kalbe halten eine Radwegkarte
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Freuen sich über die Radweg-Förderung: Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth (v.r.) und Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz sowie aus den beiden Bauämtern Thomas Kräuter, Melanie Krause und Erik Dähne.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Acht Monate nachdem die Einheitsgemeinden Kalbe und Bismark zum ersten Mal vom Sonderförderprogramm „Stadt und Land“ gehört hatten, konnten sie nun den Bewilligungsbescheid für eine Förderung von 4,5 Millionen Euro in Empfang nehmen – für den gemeinsamen Radweg, der auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke gebaut wird.

Kalbe/Bismark – 2018, also fast schon vor vier Jahren, begannen die Gespräche zu einem kreisübergreifenden Radweg zwischen Kalbe und Bismark. „Wir waren ja immer dran und haben gesagt, wir kämpfen dafür, aber dass es jetzt 2021 so schnell geht, hinterlässt ein Grinsen im Gesicht“, freute sich gestern Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz. Am 18. Februar dieses Jahres erhielten die Einheitsgemeinden vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt Informationen über das Sonderprogramm. Die Bauämter beider Verwaltungen prüften über Wochen noch mehrere andere Förderprogramme, um zu analysieren, welches für das interkommunale Vorhaben am besten geeignet ist. Nach intensiven und erfolgreichen Gesprächen zwischen allen Behörden wurde am 27. April der Erstantrag gestellt, in einer Höhe von 4,5 Millionen Euro. Nach weiteren wirtschaftlichen Betrachtungen, zum Beispiel bezüglich der fünf Brücken, die es auf der Strecke gibt, wurde am 16. September noch ein Nachtrag gestellt, da das Vorhaben voraussichtlich 5 Millionen Euro kosten wird. Am Montag kam der Bewilligungsbescheid in voller Höhe: 4,5 Millionen Euro Fördergeld, also 90 Prozent des Gesamtbetrags, so sieht es die Regelung des Förderprogramms vor, erhalten die Kommunen. Der Eigenanteil wird teils von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) getragen, die mit den Kommunen kooperiert, da ein Abschnitt in Kalbe parallel zur L 21 verläuft und es sich damit um einen straßenbegleitenden Radweg handelt. Die Kosten für die Kommunen liegen dann letztlich bei „unter 100 000 Euro“, schätzten die beiden Bauamtsleiter Erik Dähne und Thomas Kräuter ein. Beide Stadträte gaben dazu auch schon ihr Einverständnis.

Der Bau auf der ehemaligen Bahnstrecke soll im kommenden Jahr beginnen und auch abgeschlossen werden. Gebaut wird ein Radweg aus Asphalt, 14,5 Kilometer weit und 2,5 Meter breit, der komplett durchgehend verlaufen wird. Die Stadt Kalbe hat sich entschieden, die Strecke selbstständig noch bis nach Vahrholz weiterzuziehen. Der künftige Radweg sei dann „die kürzeste Verbindung zwischen unseren beiden Städten, die Baukosten sind minimiert“, erklärte Karsten Ruth, damit schaffe man die „realistischste und nachhaltigste Nutzung der ehemaligen Kleinbahnstrecke“.

Karsten Ruth sprach bei dem Treffen der Verwaltungen gestern auch Karritz an. Der Ort wünscht sich eine Anbindung an den Radweg. Bei dieser Förderung war dies nicht möglich, aber das Bauamt wird nach einer anderen Förderung für die Anbindung suchen.

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