Ortschaftsrat und Bauausschuss beraten Vorhaben am Breiten Weg

Pläne für Photovoltaikanlage in Kalbe

Am Breiten Weg in Kalbe, auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinemastanlage, soll eine Photovoltaikanlage entstehen.
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Am Breiten Weg in Kalbe, auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinemastanlage, soll eine Photovoltaikanlage entstehen.

Kalbe – Eine Photovoltaikanlage in Verbindung mit einer landwirtschaftlichen Nutzung möchte ein privater Investor am Breiten Weg in Kalbe errichten. Darüber informierte Planer Arnold Schneider bereits die Mitglieder des Ortschaftsrates in der vergangenen Woche.

Dabei wurde ein Problem deutlich: Eine 1300 Quadratmeter große Teilfläche der Fläche, auf der die Photovoltaikanlage entstehen soll, wurde im Feldbaukataster vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) als Grünland ausgewiesen.

„Diese Fläche kann eigentlich nicht für eine Photovoltaikanlage genutzt werden“, so Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel, dem dieses Problem auffiel. Der Ortschaftsrat bat deswegen um Klärung der Angelegenheit. Arnold Schneider konnte darüber bei der Sitzung des Bauausschusses noch nicht informieren. Der Investor wusste nichts von dieser Fläche, so der Planer. Derzeit werde auf eine Stellungnahme des ALFF gewartet.

Geplant ist, auf dem Gelände neben der Biogasanlage, wo es zur DDR-Zeit einen Schweinemastbetrieb gab, neue Gebäude für die Photovoltaikanlage zu bauen, die landwirtschaftlich genutzt werden sollen. Die alten Gebäude sollen abgerissen werden. In den neuen Gebäuden sollen Schafe und eventuell auch Ziegen untergebracht werden, die die Fläche beweiden. Auch eine Scheune könnte entstehen. Arnold Schneider erklärte, dass die Gebäude vorrangig dazu gebaut werden, um auf den Dächern die Photovoltaikanlage zu bauen.

Der Investor wolle möglichst viel Dachfläche nutzen, so der Planer weiter. Der Umfang der möglichen Leistung, die dem Investor durch die Avacon zugesagt wurde, könne dieser mit der Photovoltaikanlage aber nicht erbringen, weil es zu wenig Fläche gibt, erklärte Arnold Schneider. Es sollen 70 Prozent der überbaubaren Gebäudeflächen mit Photovoltaikmodulen bebaut werden. Es könnten laut der Baunutzungsverordnung zwar noch zehn Prozent mehr bebaut werden. Aber es werde genügend Strom produziert, damit sich die Anlage wirtschaftlich trägt und andere Belange, wie Natur- und Artenschutz sowie die landwirtschaftliche Nutzung erfüllt werden. Es solle genügend Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung geben, so Arnold Schneider, und eine Artenschutzfläche. Er informierte weiter, dass auch einige Photovoltaikmodule auf einer Freifläche entstehen, die dann beweidet wird.

Der Planer informierte, dass die Fläche 30 Jahre lang nicht genutzt wurde, weswegen es dort schützenswerte Tier- und Pflanzenarten geben könnte, so Arnold Schneider. Ein Gutachten wurde erstellt, bei dem deutlich wurde, dass schützenswerte Tier- und Pflanzenarten auf dem Gelände nicht vorkommen.

Kerstin Schulz vom Bauamt wollte wissen, wo die Zuleitungen für den Strom verlaufen, da diese möglicherweise auch den öffentlichen Bereich betreffen.

Der Ortschaftsrat und auch der Bauausschuss stimmten dem Vorhaben zu, aber nur, wenn die als Grünland ausgewiesene Fläche nicht bebaut wird. Der Stadtrat entscheidet am 26. November.

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