Stadt pachtet für 20 Jahre

Photovoltaikanlage der Kalbenser Grundschule in Betrieb genommen

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Mit einem Knopfdruck wurde gestern die Solaranlage der Kalbenser Grundschule von Karsten Ruth und Roman Pick in Betrieb genommen. Mit dabei waren Gerd Gansewig (v.l.), Andreas Forke und Jens Wede.

Kalbe. Ein kleiner Meilenstein in Hinblick auf Kalbe als 100-Prozent-erneuerbare-Energien-Kommune ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Astrid-Lindgren-Grundschule in Kalbe, so Einheitsgemeindebürgermeister Karsten Ruth.

Gemeinsam mit Andreas Forke (Referent Kommunalmanagement Avacon), Roman Pick (Projektmanagement Avacon Natur), Jens Wede (Elektroservice Schmidt) sowie dem Stadtratsvorsitzendem Gerd Gansewig und Bauamtsleiter Rainer Kölsch nahm er gestern die Solaranlage offiziell in Betrieb. Die Photovoltaikanlage ist eine Investition (25 000 Euro) der Avacon Natur und wurde auf zwei Flachdächern der Schule, mit 80 Modulen auf einer Größe von zweimal 180 Quadratmetern installiert.

Die Stadt hat für die Anlage einen Pachtvertrag geschlossen, der auf die nächsten 20 Jahre ausgerichtet ist. Etwa 600 Euro Stromkosten sollen so im Jahr gespart werden – eine weitere kleine Entlastung für die Haushaltskasse der Stadt. Die Betriebsführung und Wartung übernimmt die Avacon Natur. So entstehen der Stadt auch keine folgenden Personalkosten.

Wichtig sei es auch, dass den Kindern der Umgang mit Ressourcen schonender Energieversorgung vorgelebt wird, zumal die Grundschule eine Umwelt-AG hat.

Die Kinder der AG haben unter anderem das Rathaus mit Schildern ausgestattet, die beispielsweise darauf hinweisen, dass man das Licht beim Verlassen eines Raumes ausschalten sollte: „Die Anlage ist auch eine Art Honorierung des Engagements der Kinder“, so Ruth. Dem stimmte Gerd Gansewig zu: Es werde etwas für die Bildung und Erziehung der Kinder getan und ihnen gezeigt, dass „man die Sonne nutzen kann, sie ist ja jeden Tag da“, so Gansewig.

Ein weiterer Vorteil sei es, dass der überschüssige Strom der Schule (der jährliche Verbrauch liegt bei etwa 40 000 Kilowattstunden) ins Netz der Avacon eingespeist werde und die Vergütung hierfür zugunsten der Stadt erfolgt.

Die Grundschüler können übrigens dabei zuschauen, wie die Solaranlage arbeitet, Und dafür müssen sie nicht auf dem Dach stehen: Ein Monitor im Schulflur, den die Avacon zusammen mit dem Elektroservice Schmidt gesponsert hat, zeigt nicht nur die aktuelle Anlagenleistung an, sondern auch den Wetterdienst, verschiedene Umwelttipps und bald auch ein Schulprogramm mit aktuellen Infos der Grundschule.

Von Hanna Koerdt

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