Als Priorität „unterstreichen“

Ortschaftsrat Kalbe spricht sich wieder stärker für Caravan-Stellplatz aus

Der Ortschaftsrat Kalbe hat sich erneut für einen Caravan-Stellplatz in der Mildestadt ausgesprochen. Ohne Förderung wird das aber wohl nicht möglich sein.
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Der Ortschaftsrat Kalbe hat sich erneut für einen Caravan-Stellplatz in der Mildestadt ausgesprochen. Ohne Förderung wird das aber wohl nicht möglich sein.

Kalbe – „Die Leute haben den Drang, mit Wohnmobilen loszufahren“, meinte Mathias Graf im jüngsten Kalbenser Ortschaftsrat.

Und schlug vor, einen Wohnmobil-Stellplatz als Priorität auf die Liste der Investitionen zu setzen, die der Ortschaftsrat für das kommende Jahr vorschlägt. „Wir als Ortschaftsrat sollten das unterstreichen, dass das Thema wichtiger geworden ist“, befand Graf.

Verschwunden war ein Caravan-Stellplatz von der Liste der Investitionen nie wirklich. Aber in den vergangenen Jahren etwas in den Hintergrund gerückt. Doch besonders im jetzigen Coronajahr habe der Wohnmobil-Tourismus zugelegt und Kalbe müsse diesbezüglich tätig werden, um ebenfalls von dieser touristischen Entwicklung zu profitieren, fand Graf und die anderen Ortschaftsratsmitglieder stimmten ihm zu, weswegen der Caravan-Stellplatz jetzt tatsächlich eine höhere Priorität auf der Liste hat.

Bis 2015 gab es an der Straße der Jugend in Kalbe einen Caravan-Stellplatz. Es handelte sich allerdings wirklich nur um eine Stellfläche für die Wohnmobile, ohne jegliche Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser, „der Platz verfügte nie über die modernen Anforderungen eines richtigen Caravanstellplatzes“, erinnert sich Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Ein moderner Stellplatz sollte allerdings über diese grundlegenden Dinge verfügen. Der Kalbenser Stadtrat wollte auf der Rückseite des Kulturhauses einen richtigen Wohnmobilplatz schaffen, der über entsprechende Anschlüsse verfügen sollte und schrieb diesen 2015 als mögliche Investition für eine LEADER-Förderung auf die Liste für die LAG Mittlere Altmark. Jedoch wurde die Investition nicht umgesetzt. „Wir haben das aber nie aus den Augen verloren“, sagt Ruth auf Nachfrage der AZ. Er ist sich sicher, dass der Stadtrat, wenn bald die nächste LEADER-Förderperiode beginnt, wieder über den Caravan-Stellplatz als mögliche Investition sprechen wird. Denn der Stadt sei die Schaffung eines solchen Platzes „als freiwillige Einrichtung“ wohl kaum finanziell möglich, besonders wenn in den nächsten Jahren pflichtige Millionen-Investitionen anstehen.

Eine andere Möglichkeit für die Kommune wäre noch, dass ein Investor einen solchen Platz betreiben würde und der Stadt den Bau des Stellplatzes durch Mieten refinanziert. Doch einen Interessenten gab es bisher noch nie.

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