Kalbenser Kirche stark vom Holzwurm befallen

„Nummer eins unserer Vorhaben“

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Pfarrer Dieter Borchert am Epitaph der Familie Alvensleben in der Kalbenser Kirche. Auch hier hat sich der Holzwurm schon durchgefressen, gut erkennbar an den vielen kleinen Löchern. 

Kalbe. In der Kalbenser Kirche ist der Wurm drin, genauer gesagt der Holzwurm. „Seit etwa zwei Jahren wissen wir, dass wir etwas tun müssen. Glücklicherweise arbeitet der Holzwurm nicht so schnell“, sagt Kalbes Pfarrer Dieter Borchert.

Bisher wurde noch nichts gegen den Befall unternommen, weil es andere Prioritäten gab, in die die vorhandenen finanziellen Mittel geflossen sind. Darunter zum Beispiel die Umstellung auf eine Funksteuerung der Turmuhr. Die Bekämpfung des Holzwurms in der Kalbenser Kirche solle nun aber „die Nummer eins“ der Vorhaben des Kirchgemeindenverbandes werden, so Borchert. Neben Eigenmitteln möchte man Geld aus dem Baulastfond des evangelischen Kirchenkreises Salzwedel beantragen. Außerdem seien „Spenden immer willkommen“, sagt der Pfarrer.

Der Befall ist wohl von einer sehr alten Kindersegnungstafel in der Kirche ausgegangen. Inzwischen sind auch viele andere Objekte der Kirche befallen, deshalb „macht es keinen Sinn nur einzelne Teile zu bearbeiten, sondern alles. Zum Beispiel auch die Orgelempore, damit die Orgel später auch sinnvoll saniert werden kann“, erklärt Borchert. Vorzugsweise soll der Holzwurm mit einem Gas komplett ausgeräuchert werden.

Die weitere Ausbreitung zu verhindern sei wichtig, schließlich habe man eine „Verantwortung gegenüber nachfolgender Generationen, damit es nicht zu spät ist“.

Etwas erfreuliches gibt es auch zu berichten: Laut Dieter Borchert finden immer mehr Touristen und Auswärtige den Weg in die Kirche, um sie sich anzusehen. Um sie noch interessanter zu machen, soll demnächst im Vorraum auch eine neue Bilderausstellung ihren Platz finden.

Von Hanna Koerdt

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