Ortschaft hat wegen Standort Bedenken am Vorhaben

Neues Umspannwerk in Güssefeld geplant

Ein Umspannwerk im Wald
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Das Umspannwerk befindet sich etwas abgelegen von Güssefeld in einem Wald. Das neue Umspannwerk soll vor der Biogas-Anlage an der Straße in Richtung Bühne gebaut werden.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Ein neues Umspannwerk soll in Güssefeld bei der Biogas-Anlage an der Straße nach Bühne gebaut werden. Den Standort sehen Einwohner kritisch.

Güssefeld – In Güssefeld soll ein neues Umspannwerk für eine 110-Kilovolt-Leitung von Stendal nach Güssefeld gebaut werden. Das Umspannwerk soll zukünftig die Versorgungsaufgaben der Region der übernehmen, teilt Corinna Hinkel, Pressesprecherin von Avacon, auf Nachfrage mit. „Das neue Umspannwerk wird stärker in das Hochspannungsnetz von Avacon eingebunden, wodurch zum einen die Versorgungssicherheit in der Region erhöht wird und zum anderen der Transport von Strom aus Erneuerbaren Energien zum Netzknoten nach Stendal gewährleistet wird“, informiert Corinna Hinkel weiter.

Für das Vorhaben wurde vom Stadtrat zunächst der Flächennutzungsplan der Einheitsgemeinde Kalbe geändert und in der Sitzung am 22. Juli der Aufstellungsbeschluss für diese Änderung beschlossen, sodass nun die frühzeitige Beteiligung von Behörden, Träger öffentlicher Belange und der Nachbargemeinden möglich ist. Bis zum 6. September ist eine Stellungnahme möglich. Anschließend wird, wie Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage erklärt, ein Abwägungsbeschluss erstellt, in dem Kritik, Änderungen, etc. aufgenommen und abgewogen werden und danach dann der geänderte Flächennutzungsplan beschlossen werden kann.

Für das Vorhaben in Güssefeld wurde für mehr Stromgewinnung eine Fläche in der Gemarkung Güssefeld, die bisher für Landwirtschaft genutzt wurde, für die Stromversorgung in „Flächen für Versorgungsanlagen, für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung sowie für Ablagerungen; Anlagen, Einrichtungen und sonstige Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken“ mit der Zweckbestimmung: „Elektrizität“ geändert. Dort entsteht dann das neue Umspannwerk der Avacon. Die Fläche befindet sich südlich von Güssefeld, an der Bühner Straße / Kreisstraße. Das derzeitige Umspannwerk ist in einem kleinen Wald gelegen, es befindet sich nahe des Ortseinganges aus Richtung Reiterhof Dammkrug kommend. Es soll dann zurückgebaut werden.

Derzeit gebe es mit dem Vorhaben aber noch Komplikationen, so Karsten Ruth, weil dieser Standort für einige Güssefelder nicht ideal ist. Melissa Schmidt äußerte während der Stadtratssitzung Bedenken, die die Ortschaft deswegen habe. Diese sollen während des Auslegungszeitraums des Aufstellungsbeschlusses auch verfasst und eingereicht werden.

Baubeginn für das geplante Umspannwerk ist voraussichtlich in etwa vier bis fünf Jahren, teilt Corinna Hinkel mit. Das sei abhängig vom Genehmigungsverlauf für den Bau der neuen 110-Kilovolt-Leitung von Stendal nach Güsselfeld.

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