Mittelalterflair, Musik und Spiele am 8. September in Kalbe

Ein neues Burgfest zum 1035. Jubiläum

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Das Komitee ist Feuer und Flamme für das Kalbenser Burgfest und schon mitten in der Organisation: Anne Haase (von links), Manuela Peine, Michael Krüger, Martina Majewski, Andrea Schomburg, Mirko Völkel und Henning Krüger. 

Kalbe. 1983 wurde Kalbe 1000 Jahre alt. Das Jubiläum wurde groß gefeiert. Und zwar mit einem mehrtägigen Burgfest: „Es war vielleicht das schönste Fest, das Kalbe je gefeiert hat“, erinnert sich Henning Krüger. Im Jahr 2013 wurde das 30. und vorerst letzte Burgfest gefeiert.

2017 markiert das Jahr, in dem sich ein siebenköpfiges Komitee auf die Fahnen geschrieben hat, die Tradition 2018, übrigens der 1035. Stadtgeburtstag, aufleben zu lassen und das Burgfest im Spätsommer wieder zu feiern. Einerseits traditioneller und ursprünglicher, zugleich aber frischer und „mit neuen Ideen“, sagt Michael Krüger, einer der Initiatoren.

Die ersten Gedanken machten sich Kalbes Sparkassengeschäftsstellenleiter Mirko Völkel, seine Kollegin Andrea Schomburg und Anne Haase von der Kalbenser Tourist-Info bereits im April 2017 über ein mögliches Comeback des Burgfestes. Dafür begeistern konnten sich dann auch Michael Krüger sowie Manuela Peine, Martina Majewski und Henning Krüger. Letztere drei sind Mitglieder des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins, der die Schirmherrschaft über das Fest hat. Aus dem Funken, der auf jedes Komiteemitglied übersprang, wurde bald ein „Feuer, das jetzt richtig lodert“, sagt Mirko Völkel und seine Mitstreiter nicken zustimmend. Und nicht nur das Komitee scheint Feuer und Flamme zu sein – so wurden die Bewohner rund um die Burg ausführlich informiert und „mit eingebunden. Wir haben den Zuspruch. Sie stellen auch noch Plätze zur Verfügung“, freut sich Anne Haase. Mit von der Partie sind Kalbenser Sekundarschüler, die mit zwei Lehrerinnen innerhalb eines Schulprojektes ein Burgtheaterstück auf die Beine stellen. In Kalbenser Kitas werden bald Nähabende veranstaltet, denn am Burgfest teilnehmen sollen viele kleine kostümierte Burgfräulein und Ritter.

Der Schwerpunkt des Burgfestes soll auf dem mittelalterlichen Leben liegen, ohne „ausweichende Aktivitäten wie ABBA-Popmusik“, sagt Michael Krüger und erinnert dabei an das Fest 2013. Das Burgfest, das am Sonnabend, 8. September, steigt, soll authentischer sein. Ab 14 Uhr können die Erwachsenen erst einmal Kaffee und Kuchen genießen, während die Kinder bei Spielen wie Bogenschießen, einem Burgenquiz oder auch beim „Kränzchenreiten“ ein Ritter- bzw. Prinzessinendiplom machen können. Für Unterhaltung sorgen Gaukler und Burgvolk sowie Folkmusik. Ab 18 Uhr sind alle zum Burgschmaus eingeladen mit Schwein am Spieß, Räucherfisch und Fladen. Um 19 Uhr startet eine Feuershow und dann klingt das Fest mit passender Livemusik aus.

„Zart und sachte“, so Henning Krüger, soll das Fest wieder aufleben. Die Zukunft wird zeigen, wie es sich entwickelt. Jedenfalls hat das Komitee von einigen Kalbensern, die ein Brodeln in der Gerüchteküche vernommen haben, schon großen Enthusiasmus und Begeisterung ausgesprochen bekommen.

Von Hanna Koerdt

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