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Neuer Vorstand für Förderverein der Langobardenwerkstatt in Zethlingen gewählt

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Von: Ina Tschakyrow

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Neuer Vorstand des Fördervereins in Zethlingen
Ellen Melzian (rechts) ist die neue Vorsitzende. Der Vorstand besteht neben ihr aus Kirsten Schulz, Gaby Görlach, Constanze Seidel, Klaus Bube, Sylvia Schurak und Roswitha Plötz. © Ina Tschakyrow

Der Förderverein der Langobardenwerkstatt in Zethlingen hat einen neuen Vorstand. Damit konnte die Auflösung des Fördervereins verhindert werden.

Zethlingen – „Der Verein kann nicht ohne den Berg existieren und der Berg nicht ohne den Verein“, sagte am Sonnabend Ellen Melzian in der Langobardenwerkstatt, nachdem ein neuer Vorstand für den Förderverein gewählt wurde.

Ellen Melzian war das einzige Mitglied des alten Vorstandes um den ehemaligen Vorsitzenden Dr. Eckart Frey, Lothar Mittag, Roman Schöpp und Gudrun Mittelstädt, die sich erneut zur Wahl aufstellen ließ.

Der neue Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern: Ellen Melzian, die zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde, Kirsten Schulz, Gaby Görlach, Constanze Seidel, Klaus Bube, Sylvia Schurak und Roswitha Plötz. Nach der Wahl stand damit fest, dass der Förderverein weiter bestehen kann. Der Förderverein stand vor der Auflösung. „Ich hatte in den letzten Monaten Sorge, dass wir den Verein abmelden müssen“, sagte Eckart Frey.

Er war seit dem 16. Mai 1998 der Vorsitzende und blickte auf die vergangenen Jahre zurück. Mitte der 1980er Jahre habe er mit Rosemarie Leineweber und einigen Studenten auf dem Mühlenberg mit Grabungen begonnen. Kurz danach kam die Idee, „hier etwas aufzubauen“, denn zuvor gab es die Langobardenwerkstatt nicht. Es habe sich viel getan, resümierte der 72-Jährige, der aus Altersgründen nicht wieder zur Vorstandswahl antrat. Das Salzwedeler Johann-Friedrich-Danneil-Museum, dessen Außenstelle die Langobardenwerkstatt wurde, hatte diese Idee. Gemeinsam mit dem Förderverein gelang die Umsetzung.

Die Langobardenwerkstatt in Zethlingen besuchten seit 1990 etwa 100.000 Besucher, in der Zeit von 2008 bis 2020 waren es etwa 56.000. Darunter waren Besucher aus Israel, Weißrussland und Peru, zählte Eckart Frey auf und erinnert sich an eine Frau, die erzählte, dass die Öfen hier wie bei ihrem Opa in Peru seien. Dass so viele Besucher, auch aus dem Ausland, in Zethlingen waren, liege daran, erklärte der ehemalige Vorsitzende, dass viele Vereinsmitglieder, derzeit sind es mit der Stadt Kalbe und dem Landesamt für Denkmal und Archäologie 63, Werbung für die Langobardenwerkstatt gemacht haben. Die Besucherzahlen seien zudem gut „für eine kleine Außenstelle mit nicht kontinuierlichen Öffnungszeiten“.

Es wurden für den Aufbau der Langobardenwerkstatt immer wieder Fördermittel akquiriert. Ebenso wurden Eigenmittel genutzt.

Eckart Frey bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit Landrat Michael Ziche, „die schon anfing, als er noch kein Landrat war“.

Er sei dankbar für das, „was ich hier erlebt habe“. Es war eine „schöne und interessante Zeit“, ergänzte Eckart Frey. Er hoffe, dass die nächsten Jahre die erfolgreiche Arbeit weitergeht. Er selbst werde bei den Werkstatttagen mithelfen und auch Mitglied im Verein bleiben.

Die ehemaligen Vorstandsmitglieder erhielten zum Dank für ihre langjährige Tätigkeit Met.

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