Stadt baut bei Spielplätzen in Zukunft verstärkt auf vereinte Kräfte

Neuer Spielturm für Badels Zwerge

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Ein Spielgerät mit Rutsche, Kletternetz und Hängebrücke wurde auf dem Hof der Kita „Zwergenland“ in Badel gebaut. Möglich wurde dies durch die Kooperation der Stadt, der Sparkasse Altmark West und der Kita selbst.

Badel – Eine Rutsche, ein Kletternetz, eine Hängebrücke und noch mehr Möglichkeiten, sich an der frischen Luft so richtig auszutoben, vereinen sich auf dem neuen großen Spielgerät der Badeler Kita „Zwergenland“.

Möglich machten diese Investition, die inklusive der Aufbauarbeiten 6000 Euro gekostet hat, die vereinten Kräfte der Stadt Kalbe, der Sparkasse Altmark West und der Kita selbst.

Zuvor stand auf dem Hof eine Spiel-Konstruktion aus Holz. „Das Gerät wurde gesperrt, weil es massive Defekte aufwies“, so „Zwergenland“-Leiterin Sylvia Kubbe. Mit der Stadtverwaltung führte sie ein Gespräch über eine Neuanschaffung, denn eine Reparatur, da waren sich Kämmerin Ingrid Bösener und Sylvia Kubbe einig, machte keinen Sinn.

Kubbe stellte einen Antrag bei der Sparkasse Altmark West auf finanzielle Förderung. 1500 Euro gab es aus dem großen Fördertopf des PS-Zweckertrags, erklärte am gestrigen Montagvormittag Kalbes Geschäftsstellenleiterin Andrea Schomburg, die die Kita besuchte. Das Team des Geldinstitutes fühle sich noch immer in besonderer Weise mit der Badeler Einrichtung verbunden, da es im Ort auch mal eine Sparkassenfiliale gab: „Wir haben die Badeler nicht vergessen“, so Schomburg.

Weitere 510 Euro leistete die Kita selbst als Eigenmittel. Oder besser gesagt die Eltern und Großeltern, Dorfbewohner und Freunde der Einrichtung, die beim Herbstfest im vergangenen Jahr Dekoartikel kauften, die das Kitateam an Ständen anbot. Diese Eigeninitiative findet Sylvia Kubbe selbstverständlich, schließlich „wollen wir das ja für unsere Kinder“, so die Leiterin, doch für Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth ist es „etwas besonderes, dass sich die Kita selbst einbringt“.

Denn auf mehrere Schultern verteilt, lassen sich solche Investitionen für die Stadt auch bei knapper Finanzlage besser stemmen. Eigentlich war es im Haushalt gar nicht vorgesehen, dass die Stadt in diesem Jahr auf diese Weise in Kitas investiert, „weil wir erheblich durch Brandschutzmaßnahmen belastet sind“, so Ruth. Er sei dankbar, dass die Anschaffung des Spielgeräts mit dem Engagement der Kitaleitung und der Förderung der Sparkasse gelungen ist.

Aktiv werden, statt abwartender Passivität – das haben auch andere Ortschaften mit Spielplätzen so gehandhabt, ob nun Brunau, Beese, Thüritz oder eben Badel. Bei fortlaufend höheren Ausgaben, die die Stadt stemmen muss, ob nun für Baumaßnahmen oder durch diverse Auflagen, die die Kommune umzusetzen hat, „hat es eine erhebliche Symbolwirkung“, so Ruth, wenn Dorfbewohner und Eltern so daran gelegen sei, dass sie selbst tätig werden und für die Spielplätze Geld sammeln und Sponsoren finden: „Dann springen wir auch gerne an die Seite“, so Ruth.

Erst kürzlich fand die Inspektion der Spielplätze in der Einheitsgemeinde statt. Es gibt an vielen Stellen Reparaturbedarf, viele Orte wünschen sich auch komplett neue Spielgeräte. Damit die Investitionen künftig auch wirklich nachhaltig sind, kauft die Stadt Spielgeräte aus Metall und nicht Holz.

VON HANNA KOERDT

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