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Neuendorf am Damm: Leitungen liegen ungünstig für geplante Regenentwässerung

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Von: Hanna Koerdt

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Bauarbeiter in Neuendorf am Damm
Die Arbeiten für das Regenentwässerungssystem in Neuendorf am Damm laufen derzeit. Es muss aber noch für eine Stelle, an der Leitungen ungünstig verlaufen, eine Lösung gefunden werden. © Hanna Koerdt

Auf der Baustelle in Neuendorf am Damm ist ein Problem aufgetaucht: Leitungen verlaufen genau dort, wo Mulden für die Regenentwässerung gebaut werden soll.

Neuendorf am Damm – Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Neuendorf am Damm „laufen ganz normal weiter“, sagt Meike Portius, Regionalbereichsleiterin der Landesstraßenbaubehörde Nord in Stendal. Es gibt allerdings in einem kleinen Teilbereich der Baustelle Probleme mit Leitungen, die für die neue Regenentwässerung ungünstig verlaufen. Ob dies das voraussichtliche Bauende im September verzögert, steht noch nicht fest.

Bisher lief das anfallende Regenwasser der Fahrbahn in die Seitenbereiche und versickerte aufgrund der dortigen Bodenverhältnisse – es handelt sich um Schluff – sehr schlecht. „Ein durchgeführter Sickerversuch ergab, dass eine Versickerung des Straßenwassers in der Ortslage nicht möglich ist“, erklärt Meike Portius. Die Planung des Straßenbaus erfolge immer nach neuesten Vorschriften und Richtlinien, deshalb musste auch das Straßenentwässerungssystem überdacht werden.

„In Neuendorf am Damm musste dafür gesorgt werden, dass das Regenwasser, bevor es in die Vorflut gelangt, zum einen vorgereinigt wird, zum anderen der Abfluss gedrosselt wird“, informiert Meike Portius. Das erfolge über seitlich geplante Mulden mit darunter liegender Rigole (Pufferspeicher), von wo das vorgereinigte Regenwasser in einen offenen Graben geführt wird. Allerdings wurde kürzlich entdeckt, dass in einem Abschnitt von etwa 20 Metern Leitungen genau dort liegen, wo die Muldenentwässerung hin soll. Es sind Leitungen verschiedener Leitungsträger, mit denen die weitere Verfahrensweise nun abgestimmt wird. Zum Beispiel liegen dort Gasleitungen an einer markanten Stelle, deren Umverlegung dort nicht so leicht wäre, weshalb überlegt werde, stattdessen die Mulde zu verschieben. Während einer Bauberatung vor wenigen Tagen wurden mit den beteiligten Planern und dem Baubetrieb Lösungsansätze diskutiert, es müssen aber erst noch alle Beteiligten zustimmen.

„Ob sich daraus Verzögerungen ergeben, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden“, erklärt Meike Portius, betont aber auch: „Wir versuchen mit allen Mitteln und Lösungen, die Bauzeit zu halten.“ Noch gebe es auch keine Verzögerungen.

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