Kalbenser Kultur- und Heimtaverein diskutiert Idee einer Heimatstube in oberer Etage des „Alten Wachhauses“

Neue Heimatstube in Kalbe: „Kein Sammelsurium“

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Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel sprach bei der Jahreshauptversammlung des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins über seine Arbeit.

mb Kalbe. Bekommen die Kalbenser bald wieder eine neue kleine Heimatstube? Wenn ja, dann wohl unter dem Dach des „Alten Wachhauses“ auf dem Gelände der Wasserburgruine, denn die Bestrebungen laufen darauf hin.

Auf der Jahresversammlung des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins vor wenigen Tagen wurden dazu konkrete Vorschläge gemacht. Vorstandsmitglied Henning Krüger hatte zusammen mit weiteren Kalbensern die Idee, das Obergeschoss in Wachhaus zur Heimatstube umzufunktionieren – so wie früher im unteren Teil. Dort ist aber seit einigen Jahren die Dauerausstellung über die Geschichte der Stadt zu sehen, was auch so erhalten werden soll.

Henning Krüger warb für eine neue Heimatstube im Kalbenser „Wachhaus“.

Mit der neuen Heimatstube könnte man für Besucher das Gebäude als Anziehungspunkt noch weiter in den Fokus rücken. Die Heimatstube solle aber kein Sammelsurium werden, so Krüger. Derzeit gebe es noch kein richtiges Konzept, doch das solle sich ändern: Denkbar für die Heimatstube wären zum Beispiel Leihgaben aus dem Altmärkischen Museum in Stendal oder dem Landeshauptarchiv in Halle. Krüger habe dazu schon die ersten Kontakte geknüpft und sei auf keine ablehnende Haltung gestoßen. Mit Bürgermeister Karsten Ruth gab es dazu kürzlich auch schon Gespräche – die Stadt ist Trägerin des „Altes Wachhauses“.

Das Wachhaus war noch hinsichtlich einer anderen Sache Thema: der Öffnungszeiten. Die Stadt könnte hier bald Hilfe benötigen, denn die Betreuung des Wachhauses wird in absehbarer Zeit nur noch eine Person bewältigen müssen. So läuft die Maßnahme, über die der zweite Mitarbeiter der Tourist-Info beschäftigt ist, in diesem Jahr aus.

Aktuell ist das Wachhaus immer dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. In der Zeit vom 1. April bis 31. Oktober auch sonntags von 14 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung. In dieser Zeit kann dann auch der Burgturm bestiegen werden. Um die Öffnungszeiten des Wachhauses weiter zu gewährleisten, könnte man zum Beispiel ehrenamtliche Hilfe anbieten, so der Vorschlag des Heimatvereins. Es wäre eine Liste denkbar, in die sich Bürger eintragen könnten, die sich um Gäste und Besucher auf der Burg kümmern und Wachhaus und Turm öffnen möchten.

Auch Ortsbürgermeister Heiko Gabriel – selbst Mitglied im Kultur- und Heimatverein – war bei der Versammlung anwesend und berichtete den Anwesenden von seiner Arbeit als Ortsbürgermeister. Er forderte alle Anwesenden und Bürger dazu auf, noch enger für die Stadt als Tourismusmagnet zusammen zu arbeiten. So gebe es hier und da Probleme im Stadtbild, wie beispielsweise illegale Müllkippen am Schwarzen Weg, am ehemaligen Osterfeuerplatz oder an der Westpromenade in dem kleinen Holzhaus am alten Sportplatz. Nicht immer hätte die Stadt die Möglichkeit, dagegen anzugehen. „Wenn wir alle zusammen an einem Strang ziehen“, so Heiko Gabriel, könnte man aus dem kleinen Städtchen mit ihren 100 Brücken noch mehr Schönheit herausholen.

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