Kalbes Krähenproblem: Vergrämung startet demnächst

Nester werden von Bäumen gespritzt

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Für Anwohner der Feldstraße in Kalbe ein echt lauter Plagegeist: Die Vergrämungsmaßnahmen der Krähen im Stadtpark sollen demnächst starten.

Kalbe. Sie sind wieder da. Sie kreisen über dem Stadtpark, krakaa, krakaaaaa, und sammeln Stöckchen, um sich in den Baumkronen ein gemütliches Zuhause zu schaffen. Doch so leicht soll es ihnen nicht gemacht werden in diesem Jahr.

Denn in den nächsten Tagen soll in Kalbe im Park rund um den Friedhof vergrämt werden, sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. 

Der Bescheid der Naturschutzbehörde über die Erlaubnis zur Vergrämung der unter Naturschutz stehenden Saatkrähen „ist relativ eng aufs Spritzen fokussiert, wegbegleitend nördlich des Friedhofes und im südlichen Teil angrenzend an die Wohnbebauung der Feldstraße“, so Ruth. Das Ausspritzen der Nester soll von Mitgliedern der Kalbenser Ortsfeuerwehr durchgeführt werden, und zwar nicht nur einmal, sondern mehrmals an verschiedenen Tagen. „Wir wollen so viel Druck ausüben, dass sie sich nach Alternativen umsehen“, sagt Karsten Ruth. Doch diese Alternativen sollen nicht der Kurpark oder die Parkanlagen um die Median Klinik sein, weshalb zusätzlich dort Lärmmaßnahmen erfolgen, die die Umgebung für die Vögel ebenfalls nicht heimelig erscheinen lassen. Ideal wäre es, was im Vorfeld bei Beratungen unter anderem mit dem Tourismusverein und auch der Kalbenser Jägerschaft besprochen wurde, wenn sich die Vögel außerhalb des Stadtgebietes ansiedeln würden.

Die Vergrämungsmaßnahmen dürfen jeweils ab Beginn der Nestbauzeit bis etwa Mai laufen, also wenn die ersten Eier in den Nestern liegen.

Von Hanna Koerdt

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