Kalbes Kultur- und Heimatverein würdigt Johann Friedrich Danneil am 150. Todestag

Namensgeber des Vereins gefeiert

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Der Kalbenser „Kultur- und Heimatverein Johann Friedrich Danneil“ hatte am Sonnabend, dem Todestag des Vereins-Namensgebers, zu einer Feierstunde in das „Alte Wachhaus“ eingeladen.

koe Kalbe. Gestorben ist Johann Friedrich Danneil am 20. Januar 1868 in Salzwedel. Dort verbrachte er auch den Großteil seines Lebens. Doch geboren wurde der Prähistoriker und Pädagoge in Kalbe.

Den berühmten Sohn der Stadt feierten am Sonnabend, auf den Tag genau 150 Jahre nach dessen Tod, die Mitglieder des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins.

Eigentlich heißt der Verein ja auch gar nicht „Kalbenser Kultur- und Heimatverein“, sondern korrekt „Kultur- und Heimatverein ‘Johann Friedrich Danneil’“. Als sich der Verein 1991 gründete und man über einen Namen nachdachte, war schnell klar „Er kann nur ‘Johann Friedrich Danneil’ heißen“, erklärte Vereinsvorsitzende Andrea Müller, die am Sonnabend die Gäste zu einer kleinen Feierstunde im Kalbenser Burg- und Heimatmuseum „Altes Wachhaus“ begrüßte. Denn dort gibt es auch einen Raum, zwar geteilt mit einer Kalbenser Tochter, nämlich Eugenie Schildt, der der Persönlichkeit gewidmet ist. 

Als Johann Friedrich Danneil am 18. März 1783 geboren wurde, lebte seine Familie in ärmlichen Verhältnissen. Um bessere Geschäfte als Glaser zu machen, zog der Vater mit der Familie nach Salzwedel. Erst war Johann Friedrich ein bescheidener Schüler, doch dann wurden seine Begabungen bemerkt und richtig gefördert, erzählte Vereinsmitglied Henning Krüger. Und so brachte es Danneil bis zum Rektor des Salzwedeler Gymnasiums. „Er war ein Genie seiner Zeit und ein richtiges Arbeitstier, kann man sagen“, so Henning Krüger über den zielstrebigen Danneil. Sein wohl größter Erfolg ist das archäologische Dreiperiodensystem, welches die Abfolge der Ur- und Frühgeschichte in Stein-, Bronze- und Eisenzeit aufteilt. Wer noch mehr zum Wirken und der Arbeit Johann Friedrich Danneils, zum Beispiel zu seinen heimatgeschichtlichen Forschungen, erfahren möchte, ist im „Alten Wachhaus“ immer mittwochs, freitags und samstags von 15.30 bis 16.30 Uhr willkommen.

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