Nach Streit mit Ehefrau

Mann tot im Graben aufgefunden

ri Wustrewe. Am Dienstagmorgen gegen 10.45 Uhr bekam die Polizei einen Hinweis, dass auf einer Wiese zwischen Zethlingen und Wustrewe ein Pkw im Graben liegen soll.

Bei der Überprüfung wurde die Polizei tatsächlich fündig: Ein VW Polo, welcher mit der Vorderfront seitwärts in den Graben gefahren war, steckte dort im Schlamm fest. Ein Teil des Motorraums und des vorderen Fußraums befanden sich im Wasser. Die Böschung des Grabens ist an der Stelle etwa einen Meter hoch. Der Zündschlüssel war abgezogen, die Fahrertür stand offen.

Die Beamten fanden in der Nähe des Fahrzeugs einen leblosen Mann, der mit dem Gesicht nach unten im Wasser lag. Er konnte vor Ort als Fahrzeughalter identifiziert werden. Es handelt sich bei ihm um einen 60-Jährigen aus dem Raum Kalbe. Der Mann hatte schon am vergangenen Freitag nach einem Streit mit seiner Ehefrau das Grundstück mit dem Pkw verlassen. Die Frau meldete ihn am Sonntag als vermisst. Nach ihren Angaben hat er nach einem Streit von ihr „Abstand“ nehmen wollen. Hinweise auf eine Suizidabsicht, eine Krankheit, seinem Fahrziel oder Aufenthaltsort gab es nicht. Fahndungsmaßnahmen im Rahmen der Streifentätigkeit verliefen erfolglos.

Entsprechend der vor Ort aufgenommenen Spuren geht die Polizei davon aus, dass der Mann auf der Wiese umhergefahren und direkt auf den drei Meter breiten und einen Meter tiefen Graben zu fuhr. Die Polizei vermutet außerdem, dass Alkohol im Spiel war.

Nachdem das Fahrzeug im Graben stehen geblieben war, hat der Mann sein Gefährt über die Fahrertür verlassen. Warum der 60-Jährige im Graben zu Tode kam, ist bislang unklar. Erste Erkenntnisse deuten auf ein fahrlässiges Selbstverschulden. Hinweise auf die Beteiligung Dritter oder ein Fremdverschulden gibt es nach bisherigem Ermittlungsstand nicht. Die Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © dpa

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