„Alles ist Schrott“

Nach Dachstuhlbrand in Thüritz: Spendenkonto für Mann eingerichtet

+
Am Montagvormittag brannte der Dachstuhl des Fachwerkhauses in Thüritz. Das Haus von Klaus-Dieter Moll ist seitdem unbewohnbar.

Thüritz – Am Montagvormittag brannte das Fachwerkhaus von Klaus-Dieter Moll in Thüritz. Das Haus ist nach dem Dachstuhlbrand einsturzgefährdet und unbewohnbar (AZ berichtete).

Der 67-Jährige war während des Brandes in seinem Garten und versuchte mit einem Nachbarn noch, das Feuer mit Wasser aus dem Gartenschlauch selbst zu löschen, erzählt sein Neffe Sven Moll.

Das war aber nicht möglich, der Brand war schon zu groß. Die Feuerwehr wurde alarmiert und kurze Zeit später waren 39 Einsatzkräfte aus Thüritz, Badel, Kalbe, Zethlingen, Güssefeld, Zierau und Jeggeleben mit zehn Fahrzeugen vor Ort, um den Brand zu löschen.

Die Rauchwolke war schon von Weitem zu sehen. „Der Brand war ein Schock für uns“, erzählt Sven Moll. Seine Mutter hatte ihn am Montag angerufen und über den Brand informiert. Sven Moll ist selbst Mitglied in der Löschgruppe Thüritz, weil er aber in Salzwedel war, war er beim Einsatz nicht dabei, später aber vor Ort, um mit der Familie den Onkel „seelisch und moralisch zu unterstützen“, so Sven Moll.

Nicht nur für die Familie ist der Brand im Fachwerkhaus ein Schock, auch für viele Einwohner der kleinen Ortschaft. „Hier kennt jeder jeden“, so der Neffe weiter. Deswegen wollen die Thüritzer Klaus-Dieter Moll auch unterstützen. „Schon am Nachmittag haben viele Thüritzer gefragt, wie sie helfen können“, erzählt Sven Moll.

Deswegen hat er nun ein Spendenkonto eingerichtet. Wer Klaus Dieter Moll unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto DE 79 81 05 55 55 12 00 24 02 07 bei der Sparkasse Altmark West Geld überweisen. Die Familie bittet darum, keine Sachspenden abzugeben.

„Mein Onkel wollte das erst nicht“, berichtet Sven Moll. Mittlerweile würde er sich aber über finanzielle Unterstützung freuen, damit er sich alles kaufen kann, was er braucht. Denn „es ist alles Schrott“, so der Neffe weiter. „Was das Feuer nicht zerstört hat, hat das Wasser vernichtet“. Ein Schrank, in dem sich Kleidung befand, blieb aber trocken, erzählt Sven Moll, der mittlerweile nicht mehr in Thüritz lebt. So hat sein Onkel noch Kleidung.

Ob Klaus-Dieter Moll das Haus wieder aufbaut, stehe derzeit laut Sven Moll noch nicht fest. Das ist unter anderem auch von dem Gutachten der Versicherung abhängig. Der 67-jährige Mann lebte in dem Fachwerkhaus seit 52 Jahren. Das Fachwerkhaus hat Klaus-Dieter Moll damals gemeinsam mit seinen Eltern sowie Geschwistern aufgebaut. Momentan ist der 67-Jährige bei Nachbarn untergebracht.

VON INA TSCHAKYROW

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare