Leere Blöcke am Petersberg, aber Müllberg immer größer

Müll abgeladen: Stört ja keinen!?

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Auf dem Gelände der unbewohnten Häuserblöcke auf dem Petersberg in Kalbe wird unbedacht Schrott und Müll abgeladen. Stört ja keinen? Doch! Viele haben sich deshalb schon bei der Stadt beschwert. Doch der sind die Hände gebunden, weil das Grundstück in Privateigentum ist.

Kalbe. Nicht nur die Häuserblöcke selbst sind ein unansehnlicher Anblick, sondern schon seit längerer Zeit der Müll, der sich dort ausbreitet – obwohl, komisch, dort doch keiner wohnt. Die Rede ist von den unbewohnten Wohnhausblöcken am Petersberg.

Nicht nur direkte Anwohner sind sauer wegen des Ausblicks auf die alten Reifen, Klamotten, Elektroschrott, Hausmüllbeutel und was sich dort nicht noch alles „angesiedelt“ hat. 

„Es haben sich schon viele deswegen beschwert“, sagt Kalbes Bürgermeister nicht minder verstimmt. Nur kann die Stadt bis auf „Bittbriefe“ nicht tätig werden, weil es sich um ein Privatgrundstück handelt und die Kommune somit keine Handhabe hat. Es sei denn, dort würden Zustände herrschen, von denen eine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Das ist allerdings nicht der Fall.

„Das Kind muss quasi erst in den Brunnen fallen“, so Ruth. Dann hätte man eine juristische Grundlage, um die Beräumung zu fordern. „Es ist so ein Phänomen dort, dass alles, was beweglich war, einst aus den Blöcken geholt wurde und Müll reinkam“, erklärt Kalbes Bürgermeister. Und jetzt laden „Müll-Touristen“ einfach draußen alles ab. Das Problem besteht bedauerlicherweise auch nicht nur am Petersberg, sondern auch noch an anderen Stellen in der Mildestadt, beispielsweise am Ortsausgang in Richtung Neuendorf am Damm. Doch hier wird das Ordnungsamt tätig und lässt immer wieder alles entfernen, was für die Stadt auch mit Kosten verbunden ist. Der Hoffnungsschimmer, dass dem Einhalt geboten wird, bleibt vorerst der Wertstoffhof, der demnächst in Kalbe eröffnet wird.

Von Hanna Koerdt

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