Cheinitzer Feuerwehr bekommt nun endlich Toilettentrakt am Gerätehaus / 2015 rückten die Aktiven zwölfmal aus

Momentaner Zustand nicht mehr tragbar

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Ortswehrleiter Andreas Schmidt freut sich, dass die Aktiven endlich am Gerätehaus saniertäre Anlagen bekommen

leh Cheinitz. Endlich bekommt die Cheinitzer Ortswehr in diesem Jahr einen Toilettentrakt am Gerätehaus. So hat es der Kalbenser Stadtrat im Vorjahr beschlossen. „Der Bauantrag ist gestellt.

Gegenwärtig läuft die Planungsphase“, informiert Ortswehrleiter Andreas Schmidt während seines Vor-Ort-Termins.

Bislang nutzen die Cheinitzer Brandschützer die Toiletten der ehemaligen Gaststätte. Doch die Immobilie wird verkauft.

Mit der Fertigstellung des Anbaus erhalten die insgesamt 18 Mitglieder der Wehr endlich Damen- und Herrentoiletten mit einer Waschgelegenheit. „Die hygienischen Verhältnisse sind momentan sehr schlecht“, merkt Andreas Schmidt an und hofft, dass in diesem Frühjahr der Baubeginn für das 15 000 Euro teure Vorhaben erfolgt und dass es im Sommer zur Fertigstellung des Sanitärtraktes kommt. Damit der Termin eingehalten wird, wollen die Brandschützer auch selbst mit Hand anlegen und einige handwerkliche Arbeiten erledigen. „Wir haben in unseren Reihen Handwerker aus verschiedenen Branchen“, erzählt Andreas Schmidt.

Dort, wo momentan noch der Aushang und der Briefkasten am Gerätehaus stehen, soll der Anbau in diesem Jahr erfolgen.

Bis vor wenigen Monaten konnten die Kameraden nach Einsätzen und während der Versammlungen im Gerätehaus die Toiletten der 50 Meter entfernten ehemaligen Gaststätte benutzen. Doch das war nicht nur immer ein Stück zu gehen, zudem wurde die Immobilie verkauft und steht damit den Feuerwehrleuten nicht mehr zur Verfügung. Ein Zustand, der den Cheinitzer Feuerwehrleuten schwer zu schaffen macht. „Wir können uns nach einem Einsatz nicht mal mehr die Hände waschen, geschweige austreten“, macht der Ortswehrleiter auf die prekäre Lage aufmerksam. Und da die Cheinitzer Feuerwehrleute direkt an der Bundesstraße 71 beheimatet sind, mussten sie im Vorjahr immerhin zwölfmal ausrücken. Darunter war nicht nur der Brand in der Nähe einer Scheune zwischen Cheinitz und Zethlingen, auch die Einsätze bei Verkehrsunfällen sowie dem Beseitigen von Umwelt- und Baumschäden auf der Bundesstraße gehörte zu den Alarmierungen der aktiven Blauröcke. Mit dem neun Quadratmeter großen Toilettenanbau gehe für die Cheinitzer Feuerwehr nun ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung und das motiviere die Kameraden, sich weiter zum Wohl der Gemeinschaft im Feuerwehrdienst zu engagieren.

Damit der freiwillige Feuerwehrdienst in jetziger Form überhaupt noch aufrecht erhalten wird, wünscht sich Andreas Schmidt aber mehr Unterstützung von Seiten der Landespolitik. „Wir sind Dienstleister für das Land und immer zur Stelle, wenn wir angefordert werden. Dass hat unter anderem das Hochwasser 2013 eindrucksvoll gezeigt. In Bezug auf die Nachwuchsgewinnung erwarte ich von Seiten des Landes mehr gezielte Werbung für die Feuerwehren in den Schulen“, wünscht sich der schon seit vielen Jahren engagierte Cheinitzer Wehrleiter.

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