Krimi-Lesung mit Autorin Sina Kongehl-Breddin in der Vienauer Kirche

Der Mörder saß im „Kutscherhaus“

Sina Kongehl-Breddin verfasst Altmark-Krimis. Einige Geschichten las sie am Sonnabend in der Vienauer Kirche den etwa 30 Zuhörern vor.
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Sina Kongehl-Breddin verfasst Altmark-Krimis. Einige Geschichten las sie am Sonnabend in der Vienauer Kirche den etwa 30 Zuhörern vor.

Vienau – Peter Trottner ist Stammgast in seinem Lieblingslokal. Im Kalbenser „Kutscherhaus“ – zuvor gab es einen kleinen Einspielfilm aus der Gaststube, untermalt mit düsterer Musik.

Trottner, den seine Stammtisch-Kumpanen nach drei, vier Bier und ein paar Schnäpsen nur „Trottel“ rufen, ist Junggeselle. Während die anderen dahingehend wenig anbrennen lassen, wie sie immer wieder prahlen, sinnieren sie, ob ihr unscheinbarer und schüchterner Trinkgeselle nicht sogar „vom anderen Ufer“ sei, also sich nichts aus Frauen mache.

Da betritt Kommissar Schmidt das „Kutscherhaus.“ Und nimmt Trottner zum Verhör mit. Es gebe da einen Verdacht, deutet er an. Und tatsächlich: Der scheinbar harmlose Peter Trottner, also „Trottel“, ist ein Frauenmörder. Drei weibliche Leichen verbuddelte er auf seinem Grundstück – allesamt ehemalige Liebhaberinnen seiner Trinkkumpanen.

Diese und andere Geschichten aus der Altmark las Sina Kongehl-Breddin am Sonnabend in der Kirche von Vienau vor. Knapp 30 Zuhörer lauschten den Krimigeschichten aus der Altmark, die aber nicht immer so grausam ausgehen wie die des Peter „Trottel“ Trottner. Wenn Karla ihren Fred mit dem italienischen Kellner Luigi betrügt und statt einer Beichte seine Leibspeise kocht, wenn eines ihrer Bücher „Wenn es dunkel wird in Bismark“ heißt, dann erkennt manch einer die Orte und möglicherweise auch einige ihm bekannte Personen wieder. „Lassen Sie sich überraschen“, kündigte Sina Kongehl-Breddin zu Beginn an. Die Stendalerin, die auch Kinderbücher schreibt, hatte nicht übertrieben. VON STEFAN SCHMIDT

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